Dienstag, 3. Mai 2016

Patch-Test (Epikutantest) – was und wozu?

Mit einem Patch- oder Epikutantest können dermatologische und kosmetische Produkte auf ihr reizendes (irritatives) Potential überprüft werden. Ziel einer solchen Untersuchung ist es, ein Produkt auf seine Hautverträglichkeit zu untersuchen.
Durchaus sinnvoll in Zeiten der stetig wachsenden Allergien – lt. DAAB (Deutscher Asthma- und Allergikerbund) leiden rund 20-25% in unseren Breiten an Kontaktallergien, bis zu 20% (IVDK - Informationsverbund dermatologischer Kliniken) an Duftstoffallergien.
Der Patchtest dient als Grundlage zu unserer Aussage „dermatologisch bestätigt“.

Wie funktioniert ein Epikutantest?

Die freiwilligen Probanden werden eingehend aufgeklärt, können jederzeit ohne Angabe von Gründen die Testung abbrechen; während der Testung dürfen keine Externa im Testareal benutzt werden.

Epikutantest
Das Produkt (Salbe, Lotion, etc.) wird mittels Pflaster (Patches) auf Rücken oder Unterarm aufgetragen. Diese Patches enthalten kleine Kammern die dafür sorgen, dass die Testsubstanz für die Dauer der Testung einen intensiven Hautkontakt hat.
Die erste Bewertung erfolgt nach 24 oder 48 Stunden (30 Minuten nach Entfernung des Patch): der Dermatologe betrachtet das Testareal und notiert eventuelle allergische Reaktionen.
Nach 72 Stunden wird erneut begutachtet, weil meistens erst dann die maximale Reaktion feststellbar ist.

Alle unsere aktuell 9 Pflege-Produkte wurden von Derma Consult GmbH Berlin, einem unabhängigen Auftrags-Forschungsinstitut (spezialisiert auf dermatologische Testungen von Kosmetika, kosmetischen Rohstoffen, Reinigungsprodukten und Dermatika) getestet.
Dabei wurden 50 Probanden im Alter zwischen 18-67 Jahren (Hautgesunde, Atopiker, Allergiker, Personen mit empfindlicher Haut) die Produkte mittels Patch-Test unverdünnt appliziert. Die Bewertung der Testreaktion erfolgte nach 48 Stunden und 72 Stunden, im Vergleich zu 2 Kontrollgruppen (negative Kontrolle: Wasser, keine Reaktion; positive Kontrolle: 1%iges Natriumlaurylsulfat/SDS, positive Reaktionen).

Alle Probanden beendeten die Studie - bei keinem Probanden traten in irgendeiner Form Reaktionen auf eines der mysalifree Produkt auf.

Der Epikutantest gibt Aufschluß über die Verträglichkeit eines Produktes - eine 100%ige Sicherheit kann er nicht liefern. Deshalb: unbedingt auch auf die Inhaltsstoffe achten.



Bild: fotalia.com, Klaus Eppele

VEGAN liegt voll im Trend, auch bei Kosmetik. Wie ist deine Meinung dazu?

Nicht nur in der Ernährung verzichten Veganer aus gesundheitlichen, ethischen oder Umwelt-Gründen auf Produkte tierischen Ursprungs. Auch bei Kosmetik liegt vegan voll im Trend.
Muss ein strenger Veganer auch tierische Stoffe bei Kleidung (Wolle, Leder), Dämmmaterial (Schafwolle) oder Düngung (Pferdemist, Gülle) vermeiden?
Es gibt in Österreich übrigens ca. 9% Vegetarier und 1% Veganer (80.000), in Deutschland sind es rund 800.000. Wien und Berlin werden als DIE Vegan Hotspots bezeichnet.

Vegane Kosmetik verzichtet auf alle Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs, z.B. Hyaluron, Lanolin (Wollfett), Knochenmehl, roter Farbstoff aus Schildläusen, Collagen, Milch, Honig, Bienenwachs und weitere. Erlaubt sind ausschließlich Stoffe pflanzlichen, mineralischen oder synthetischen Ursprungs.

Vegan bedeutet aber nicht – wie man vielleicht meint - rein pflanzlich oder zwangsläufig auch „Natur" oder "BIO“, weil auch chemische (teils bedenkliche) Inhaltsstoffe wie z.B. Parabene, Silikone oder PEG&PPG nicht tierischen Ursprungs und daher erlaubt sind.
„Vegan“ garantiert außerdem nicht unbedingt, dass auf Tierversuche verzichtet wird (seit 2013 dürfen allerdings in der EU fertige Kosmetikprodukte nicht mehr an Tieren getestet werden; dieses Verbot gilt auch für einzelne Inhaltsstoffe). In China sind Tierversuche bei importierter Kosmetik Pflicht (siehe auch unser dazugehöriger Blogbeitrag)!

Symbol für vegane und tierversuchsfreie Produkte

Die Vegan-Blume der englischen Vegan Society steht für vegane und tierversuchsfreie Produkte. Sie umfasst herkömmliche, aber auch natürliche Kosmetik.

Echte (zertifizierte) Natur- und Biokosmetik wiederum arbeitet gerne mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Milch, Wollwachs, Honig oder Bienenwachs. Der Einsatz von Bestandteilen aus toten Wirbeltieren, wie z.B. Frischzellen oder tierische Fette ist hier aber nicht erlaubt. Genauso wenig wie synthetische und bedenkliche Inhaltsstoffe (Parabene, Silikone, Nanomaterial u.v.m.).

Zertifizierungssiegel nach ÖLMB
Tierschutz ist auch ein wesentliches Kriterium für die besonders strenge Bio-Zertifizierung nach ÖLMB (österreichischem Lebensmittelbuch – in Europa die einzige Zertifizierung, die auf einer gesetzlichen Basis beruht).

Es ist also nicht ganz einfach, wenn man gerne zertifizierte Naturkosmetik UND vegane Produkte möchte.
mysalifree Produkte sind (bis auf Shampoo/Duschgel und Lippenbalsam) vegan und biozertifiziert.






Wie stehst Du zum Thema vegane Kosmetik? Es gibt ja zu so machen Inhaltsstoffen auch unter Veganern durchaus Diskussionen, wie du hier lesen kannst:

„Bienenprodukte sind für mich aber irgendwie Tierprodukte zweiter Klasse, weil Bienen in Freiheit leben und ihnen keine Schmerzen zugefügt werden. Ich würde jetzt keine Bienenwachskerzen kaufen, aber wenn’s irgendwo als letzte Zutat angegeben ist, würd ich’s trotzdem kaufen“.

... „Mir persönlich ist es in erster Linie wichtig, dass ich keinen Krebs von den Produkten bekomme, insofern nehme ich persönlich eher noch in Kauf, Produkte zu verwenden, die nicht 100% vegan sind. Hier geht es vor allem um Stoffe wie Bienenwachs“.

Sag uns deine Meinung: bist du vielleicht selbst (strenge) VeganerIn oder findest du das alles übertrieben?

Montag, 25. April 2016

„Dermatologisch getestet“ = besonders verträglich?

Ein aktueller Artikel in „Die Zeit“ zum Thema „Kosmetikprodukte –Falsche Versprechen, schön verpackt“ hat mich zu diesem Beitrag inspiriert.

und was heißt das genau?
Die Aussagen „Dermatologisch getestet“, „Hautverträglichkeit getestet“ oder „Dermatologisch geprüft“ findet man auf vielen Kosmetikprodukten, sie sollen (hautempfindlichen) Konsumenten Sicherheit geben – kann man sich darauf verlassen?
Leider nein: wie schon bei den Begriffen "Natur-" und "Biokosmetik" sind auch diese Formulierungen nicht geschützt.

Dermatologisch getestet heißt: es gibt einen Test, aber wie der ausgefallen ist, bleibt offen - sprich das Ergebnis könnte z.B. auch sein, dass die Probanden auf das Produkt reagiert haben. Es sagt auch nichts über das Untersuchungsverfahren oder die Unabhängigkeit der Prüfer aus, auch nicht wie viele Testpersonen, in welchem Alter, mit welchen Hauttyp etc. an der Testung teilgenommen haben.

Tipp: Auf die Inhaltsstoffe achten

Solange es keine festgelegten Regeln gibt, was "klinisch getestet" oder "dermatologisch geprüft" etc. wirklich bedeutet, werden Verbraucher verunsichert und durch die Aussagen in die Irre geführt. Daher sollte man besser auch auf die Inhaltsstoffe von Pflegeprodukten achten. Ist man sich trotzdem unsicher, kann man z.B. einen guten Hautarzt zu Rate ziehen.

Wer uns schon ein bisschen kennt, weiß, wie wichtig uns Transparenz und Ehrlichkeit ist; genauso wichtig wie sehr gute Qualität, Verträglichkeit (schon wegen der eigenen Betroffenheit) und Nachhaltigkeit.
Alle unsere aktuell neun Pflege-Produkte wurden von Derma Consult GmbH Berlin, einem unabhängigen Auftrags-Forschungsinstitut, das auf auf dermatologische Testungen von Kosmetika, kosmetischen Rohstoffen, Reinigungsprodukten und Dermatika spezialisiert ist, getestet.

Und so sieht die Zusammenfassung des Studien-Ergebnisses für unseren Bio-Augenbalsam (exemplarisch für alle Produkte) aus:
dermatologischer Test unserer Bio-Augencreme

Dabei wurden unsere Produkte 50 Probanden im Alter zwischen 18-67 Jahren (Hautgesunde, Atopiker, Allergiker, Personen mit empfindlicher Haut)  mittels Patch-Test unverdünnt appliziert. Die Bewertung der Testreaktion erfolgte nach 48 Stunden und 72 Stunden, im Vergleich zu 2 Kontrollgruppen (negative Kontrolle: Wasser, keine Reaktion; positive Kontrolle: 1%iges Natriumlaurylsulfat/SDS, positive Reaktionen).
Alle Probanden beendeten die Studie - bei keinem traten in irgendeiner Form Reaktionen auf ein mysalifree Produkt auf.
Ein solcher Epikutantest gibt Aufschluß über die Verträglichkeit eines Produktes - eine 100%ige Sicherheit kann er nicht liefern. Deshalb: unbedingt auch auf die Inhaltstoffe achten. Worauf man genau achten muß und welche Inhaltsstoffe wir verwenden, erfahrt ihr hier auf dem Blog und auf unserer Website.



Bild: fotalia.com, Coloures-pic

Montag, 18. April 2016

Häufige Fragen - Teil 1

Unsere Produkte sind etwas Besonderes und wir freuen uns über Anfragen, denn sie zeigen Dein Interesse. Die häufigsten und interessantesten davon möchten wir in diesem Bereich veröffentlichen. Heute beginnen wir mit Teil 1. Alle Fragen sind zukünftig über den Menüpunkt "häufige Fragen" erreichbar.

  1. Eure Tagescreme enthält Alkohol. Alkohol reizt doch die Haut und trocknet sie extrem aus - wieso lasst ihr das nicht weg?

    wir verwenden ausschließlich Fett- oder Wachsalkohole. Sie werden aus den Fettsäuren pflanzlicher Öle gewonnen. Die in mysalifree eingesetzten Fettalkohole CETYL ALCOHOL und STEARYL ALCOHOL sind reizarm und machen die Haut weich und geschmeidig. Stearyl Alcohol hat einen feuchtigkeitsspendenden und rückfettenden Effekt und gilt als gut hautverträglich. Beide Stoffe sind für zertifizierte Naturkosmetik zugelassen. Kosmetikanalyse deklariert diese beiden Inhaltsstoffe mit „empfehlenswert“ und „gut“.

  2. Hallo liebes Team, in eurer Tagescreme befindet sich Milchsäure. Damit ist die Creme doch nicht mehr vegan, richtig?

    Milchsäure entsteht durch Gärung pflanzlicher Substanzen - sie ist also vegan; sie besitzt eine feuchtigkeitsregulierende, verhornungsregulierende und pH-stabilisierende Wirkung. Milchsäure ist ein Bestandteil des natürlichen Säureschutzmantels der Haut, sie kontrolliert zudem die bakterielle Besiedlung der Haut und verfeinert das Erscheinungsbild von trockenen oder auch schuppiger Haut.

  3. Ich leide seit ca. 1 Jahr an Rosazea und behandle dies zur Zeit medikamentös. Gibt es für diese Hautproblematik in Ihrem Shop spezielle Produkte?

    Rosazea lässt sich nicht über einen Kamm scheren - einheitliche Pflegetipps sind daher schwer möglich. Was aber für alle Betroffenen gilt: Sie müssen auf sehr sanfte, milde Pflege achten. Tabu sind stark fettende Produkte und Produkte mit ätherischen Ölen. Sanfte Reinigung ist ein wichtiges Thema. Probieren Sie unsere Reinigungsmilch, das leichte Pflegeöl oder die Tagescreme.
    Bitte stimmen Sie eine mysalifree-Pflegeanwendung mit Ihrem Arzt ab. Sie müssen in jedem Fall etwas Geduld haben, um ein Ergebnis beurteilen zu können - bei der Umstellung von herkömmlicher auf Biokosmetik sind einige Dinge zu beachten, siehe unseren Blogbeitrag Umstellung auf Naturkosmetik.

  4. Haben Sie Proben zum Testen? Ich bin sehr empfindlich und möchte schauen, ob ich Ihre Produkte überhaupt vertrage.

    Musterpackungen bieten wir regulär nicht an: unsere Biokosmetik besitzt aufgrund der natürlichen Inhaltsstoffe und milden Konservierungsmittel eine begrenzte Haltbarkeit und eine Musterproduktion in geringen Auflagen ist für ein junges Unternehmen, wie wir es sind, nicht finanzierbar. Auf Anfrage können Sie aber frisch abgefüllte Mustertiegel erhalten.

  5. Ich bin unsicher in der Verwendung Ihrer Tagescreme, da ich einen bedenklichen Bericht über Glyzerin in Kosmetik gelesen habe. Wie ist Ihr Standpunkt dazu?

    Zum Thema Glyzerin findet man leider viele irreführende Aussagen. Wir verwenden ausschließlich rein pflanzliches Bio-Glyzerin und kein Produkt enthält mehr als 10%. Kritisch ist das billige, aus Erdöl gewonnene synthetische Glyzerin, zudem hängt die dem Glyzerin nachgesagte austrocknende Wirkung von dessen Konzentration ab.
    Wir können Ihnen mit gutem Gewissen versichern, dass "unser" Glyzerin keine negativen Eigenschaften aufweist - im Gegenteil. Glycerin zählt zu den typischen Feuchthaltesubstanzen in Kosmetika und ist als körpereigene Substanz gut verträglich. Es erhöht die Hautfeuchte und hat zusätzlich die Fähigkeit, die vorhandene Feuchtigkeit im Kosmetikprodukt selbst zu halten.
    Bitte beachten Sie auch, dass wir nach den sehr strengen Regeln des Österreichischem Lebensmittelbuchs ÖLMB biozertifiziert sind. Das Biozertifikat nach ÖLMB ist das einzige in Europa, das auf einem gesetzlichen Rahmen basiert und nicht privatwirtschaftlich organisiert ist. Weitere Infos zu Glycerin in unserem Blogbeitrag.

Montag, 11. April 2016

Hochwertige Naturkosmetik für irritierte und gereizte Haut

Es gibt diverse unterschiedliche Produkte zur Körperpflege und -reinigung: Handcremes, Gesichtscremes, Gele, Antifaltencremes, Bodylotion, Shampoo, Conditioner, Haarspülung, Duschgel, Deo, Rasierschaum, Aftershave, Intimpflege, Waschlotionen uvm.

Braucht man das eigentlich wirklich alles????

Bei empfindlicher oder erkrankter Haut ist die Suche nach einer hochwertigen Creme für Allergiker oder einem reizarmen Waschgel für Schuppenflechte ohnehin schon schwierig, wie soll man da erst ein verträgliches Massageöl oder eine Fußcreme finden, die die Haut nicht reizt? Nach oft jahrelanger Suche stellt man meist fest, dass konventionelle Produkte nicht helfen, aber auch im Naturkosmetik-Bereich ist es oft schwierig, verträgliche Produkte zu finden.


Wenn man betroffen ist von Unverträglichkeiten, Ekzemen, Allergien usw., wird man schnell erfinderisch und kompromissbereiter: als Mann stellt man fest, dass ein gutes Waschgel als „Rasierschaum“ für eine Nassrasur genügt und an Stelle von Aftershave eine hochwertige Creme ohne Duftstoffe ausreicht.

Ähnlich ist es mit Körperölen: viele Menschen reagieren auf Duftstoffe allergisch und kommen besser mit Produkten zurecht, die frei von Duftstoffen sind. Jedoch enthalten gerade Massageöle, Gesichtsöle, Pflegeöle usw. oft zahlreiche Duftstoffe, damit sie gut riechen und zu einer gewissen Entspannung beitragen, z.B. auch bei der Aromatherapie.
Es ist nicht leicht, ein hochwertiges Öl ohne Duftstoffe für Allergiker zu finden oder für Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte, Rosazea. Viele Menschen kaufen mittlerweile auch viel bewusster und möchten in Diskussion stehende Stoffe wie z.B. Parabene, Mineralöle, Paraffine, Silikone usw. meiden.

mysalifree-Bioprodukte sind darauf ausgelegt, gerade bei irritierter und empfindlicher Haut möglichst viele Anwendungsbereiche zur Körperreinigung und Hautpflege abzudecken. Dabei wird höchster Wert auf verträgliche und hochwertige, biologische Inhaltsstoffe gelegt. Hautreizende oder in Diskussion stehende Stoffe sind bei mysalifree tabu.
Aber nicht nur Menschen mit Allergien und Hauterkrankungen finden mit mysalifree Bio-Produkte mit besten Testergebnissen, sondern auch jene, die sich gesundheitsbewusst pflegen möchten. Prävention ist ein wichtiger Beitrag zur Hautgesundheit!.

Mit 8 Produkten zur Hautreinigung und -pflege startete die Marke mysalifree im Jahre 2014, ein Jahr später kam mit der hochwertigen Augencreme noch ein weiteres Pflegeprodukt dazu.
Zu den Reinigungsprodukten gehören das Bio-Shampoo, die Bio-Reinigungsmilch und das Bio-Duschgel. Für die Gesichts- und Körperpflege stehen derzeit das Bio-Pflegeöl, die Bio-Gesichtscreme für den Tag, die Bio-Gesichtscreme für die Nacht, das Bio-Augenbalsam, das Bio-Lippenbalsam und die Bio-Körperlotion zur Verfügung.

Donnerstag, 7. April 2016

Die Haut bei Diabetes

Vier von fünf Diabetikern leiden an Hautproblemen

Zum Weltgesundheitstag am 7. April

Rund 8% der Bevölkerung in Österreich, Deutschland (und in Europa – das entspricht ca. 55 Mio. Menschen) leiden an Diabetes. Im Jahr 2008 waren weltweit 347 Millionen Menschen von Diabetes betroffen, die Anzahl der Neuerkrankungen steigt weiter an. Die WHO stellt 2016 das Thema Diabetes in den Mittelpunkt des Weltgesundheitstages am 7. April.

Der Großteil der Diabetiker leidet an Hautproblemen

diabetische Haut kann sehr belastend sein
Die gesunde Haut besitzt eine wichtige Schutzfunktion. Ist die Hautbarriere - wie bei vielen Betroffenen - gestört, können Bakterien, Viren oder chemische Substanzen ungehindert in unseren Körper eindringen – die Folge können Hautkrankheiten, Allergien oder entzündliche, infektiöse Prozesse sein (durch den erhöhten Zuckergehalt).
Die Diabetikerhaut ist meist schlecht durchblutet, häufig extrem trocken, rissig, schuppend oder gerötet und neigt zu oft quälendem Juckreiz, verstärkter Hornhautbildung und Infektionen.
Infolge der Diabetes bedingten verminderten Schweiß- und Talgdrüsenproduktion kann die Haut nicht ausreichend Fett und Feuchtigkeit speichern und wird schnell rauh. Besonders bei älteren Diabetikern trocknet die ohnehin trockene Haut noch weiter aus – verbunden mit Schuppung und Juckreiz.

Hautpflege bei Diabetes

Eine sorgfältige Hautpflege ist hier doppelt wichtig – die tägliche Reinigung mit milden und pH-neutralen Reinigungsmitteln ebenso wie die konsequente Pflege des ganzen Körpers mit feuchtigkeitsspendenden Cremes und Lotionen.
Erste Aufgabe bei Diabetes ist es, die Haut vor dem Austrocknen zu bewahren – dafür eignen sich vor allem Öl in Wasser Emulsionen (sie bestehen aus einem hohen Wasseranteil, Fette und Öle sind fein im Wasser gelöst). Sie spenden viel Feuchtigkeit, wirken rückfettend, hinterlassen keinen Fettfilm auf der Haut.
Vermeiden sollte man Inhaltsstoffe mit allergenem Potential, Wasser entziehende Inhaltsstoffe wie z.B. Alkohol und chemische Zusätze wie Farb-, Duft- oder agressive Konservierungsstoffe.

Ideal sind Pflegeprodukte mit z.B. Lactat, Urea, Vitamin E und natürlichen Ölen. Hautärzte empfehlen Produkte mit reizarmen, hochwertigen Inhaltsstoffen, die Feuchtigkeit binden.
Wertvolle Öle und Wirkstoffe spenden intensiv Feuchtigkeit, wirken beruhigend auf die gereizte Haut und helfen, die Schutzfunktion zu stärken. Die Hautbarriere wird gestärkt und damit die natürliche Schutzfunktion der Haut verbessert. Eine gute Pflege hilft präventiv, z. B. auch vor Infektionen, weil eine intakte Hautbarriere Bakterien und Pilze abhält.

http://www.mysalifree.com/
ZUM SHOP

mysalifree zertifizierte Bio-Produkte

  • sind pH-hautneutral, frei von reizenden Inhaltsstoffen wie Duft- und Farbstoffen, ätherischen Ölen, Lanolin, Vaseline, Propolis .... und frei von bedenklichen Inhaltsstoffen wie Mineralöl, Silikone, Parabene u.v.m.
  • Alle Wirkstoffe kommen aus kontrolliert biologischem Anbau kbA
  • Alle Produkte enthalten das wertvolle Bio-Reiskeimöl, es ist reich an ungesättigter Öl-, Linol- und Palmitinsäure und reichlich Vitamin E – es ist damit prädestiniert für trockene, barrieregestörte Haut.
  • Milchsäure besitzt eine feuchtigkeitsregulierende, verhornungsregulierende und pH-stabilisierende Wirkung. Milchsäure ist ein Bestandteil des natürlichen Säureschutzmantels der Haut, kontrolliert die bakterielle Besiedlung der Haut und verfeinert das Erscheinungsbild der trockenen, schuppigen Haut.
  • Studien bestätigen Glycerin neben der hervorragenden Feuchthaltewirkung (in richtiger Konzentration)  auch eine Stabilisierung der Barrierefunktion der Haut – wir verwenden rein pflanzliches Glycerin aus kontrolliert biologischem Anbau.
  • Sheabutter besitzt einen hohen Anteil an Vitamin E, Carotinoiden und natürlichem Allantoin (fördert den Zellaufbau, beruhigt die Haut) und eine für die Hautpflege hervorragende Fettsäurezusammensetzung und Feuchthaltewirkung.
  • Vitamin E bindet Feuchtigkeit in der Hornschicht, fördert die Wundheilung (zellerneuernd + entzündungshemmend), beseitigt kleine Fältchen, glättet die Haut - sie wird widerstandsfähiger gegenüber äußeren Einflüssen.
  • Cremen und Körperlotion sind O/W Emulsionen, spenden Feuchtigkeit und wirken rückfettend. 

Quellennachweis:
http://www.diabetiker-hautpflege.de
http://www.diabetes-ratgeber.net/Haut
http://www.gesundheit.de/wellness/koerperpflege/hautpflege/hautpflege-bei-diabetes
http://www.diabetes-informationszentrum.de/hautpflege.html
http://www.medizinfo.de/diabetes/haut/hautpflege.shtml

Bildnachweis:
fotalia.com
mysalifree 




Montag, 4. April 2016

Konservierung – muss das wirklich sein? Es gibt doch Kosmetika „Frei von Konservierungsstoffen“?

Grundsätzlich muss vorausgeschickt werden: alle wasserhaltigen Kosmetika (Cremes, Lotionen etc.), und das sind die meisten, müssen - auf welche Art auch immer – konserviert werden. Es ist von großer Wichtigkeit, dass sich nach dem Öffnen der Creme oder Lotion nicht zu viele Mikrorganismen wie Schimmel, Bakterien oder Hefen bilden können. Das würde unserem Körper schlecht bekommen. Unzureichend konservierte oder abgelaufene Produkte können zu Hautirritationen wie Unreinheiten und Rötungen, gereizter, schuppender oder spannender Haut führen.
Im Unterschied zu wasserhaltigen Produkten brauchen reine Fette, Wachse und Öle keinen Schutz gegen Mikroorganismen; sie können allerdings ranzig werden, das hängt mit ihrer Anfälligkeit gegenüber Luftsauerstoff (Oxidation) zusammen.
Mit chemischen "Hämmern" wie Formaldehyden (Formaldehydeabspaltern) oder Parabenen ist das Konservieren überhaupt kein Problem – aber wer will sich Stoffe auf die Haut schmieren, die in Verdacht stehen krebserregend oder hormonbeeinflußend zu sein? Solche Stoffe werden in herkömmlicher Kosmetik häufig verwendet - in zertifizierter Naturkosmetik sind sie und ähnlich problematische Konservierungsmittel verboten.

Konservierung bei Biokosmetik

Konservierung ist ein herausforderndes Thema – besonders bei Natur- und Biokosmetik.  
Völlig unproblematische Konservierungsstoffe gibt es leider nicht!
In den jeweiligen Zertifizierungsrichtlinien ist gelistet, welche Stoffe erlaubt sind. Unsere strenge Biozertifizierung nach ÖLMB (österreichisches Lebensmittelbuch Codex A8 Biokosmetik) sagt dazu:

„Als Konservierungsmittel werden ausschließlich untenstehende Stoffe oder Gemische synthetischen Ursprungs eingesetzt. Festzuhalten ist, dass eine wirksame Konservierung - wenn erforderlich - aus Gründen des Verbraucherschutzes und der Produktsicherheit unbedingt notwendig ist.

Konservierungsmittel: 

In dieser Liste sind Salze mit folgenden Kationen zulässig:
Natrium, Kalium, Ammonium und Ethanolammonium, Calcium und Magnesium.
Ameisensäure (Formic Acid)
Benzoesäure, ihre Salze und Ethylester (Benzoic-Acid)
Benzylalkohol (Benzyl Alcohol)
Propionsäure und ihre Salze (Propionic Acid)
Salizylsäure und ihre Salze (Salicylic Acid)
Sorbinsäure und ihre Salze (Sorbic Acid)“¹

Es handelt sich dabei um sogenannte „naturidente“, d.h. synthetische, aber der Natur nachempfundene Stoffe – die mildesten sind die oben genannten. Wir haben uns für Natrium-Benzoat (INCI: Sodium Benzoate) und Kalium-Sorbat (INCI: Potassium Sorbate - das Allergiepotential beträgt ein Zwanzigstel der PHB-Ester, sprich Parabene) entschieden; auch diese beiden Stoffe können in seltenen Fällen reizen, werden von Kosmetikanalyse.de (Initiative der Schweizer Stiftung zur Erhaltung der Hautgesundheit) mit „gut“ beurteilt.² Benzoate kommen übrigens überall in der Pflanzenwelt vor.



„Ein hautsensibilisierendes Potential der Benzoesäure konnte an Probanden nicht nachgewiesen werden. In der Allgemeinbevölkerung werden Hautreaktionen gegenüber Benzoesäure insgesamt sehr selten beobachtet (ca. 0,2 %). Kontaktallergische Reaktion (Kontaktdermatitis, -urtikaria) auf Benzoesäure und Natriumbenzoat sind in wenigen Einzelfällen beschrieben. Benzoesäure und Natriumbenzoat können pseudoallergische Reaktionen in Form einer Urtikaria auslösen, bevorzugt bei disponierten Patienten mit einer (chronischen) Urtikaria, Asthma oder ASS-Intoleranz in der Vorgeschichte. Zumeist sind jedoch für eine Auslösung von entsprechenden Reaktionen höhere Dosen einer oralen Aufnahme von Benzoesäure erforderlich (50-100 mg).“³



„Frei von Konservierungsmitteln“ – gibt’s nicht

Auch mit sogenannten „Multi-Functionals“ ist Konservierung möglich - z.B. mit Alkohol, Glyzerin oder ätherischen Ölen - sie sind nicht in der Liste der zugelassenen Konservierungsmittel (KVO) zu finden, denn ihr Hauptzweck ist nicht die Konservierung, sie haben aber auch konservierende Wirkung.
Das ist der Grund, warum manche Produkte mit „frei von Konservierungsmitteln“ ausgezeichnet sind - eine Gesetzeslücke, die vermutlich nicht mehr lange bestehen wird, weil sie eigentlich eine Fehlinformation darstellt. Mehr zu diesem Thema auch in diesem vergangenen Blogbeitrag.

Auch die Verpackung spielt eine Rolle

Neben den Konservierungsstoffen hängt die Haltbarkeit eines Kosmetikproduktes aber auch von der Rezeptur, der Produktion und der Verpackung ab.
Cremes in Tiegeln z.B. werden beim Entnehmen durch keimbesiedelte Finger jedesmal neu „kontaminiert“.
Ideal für Naturkosmetik – wenn auch hochpreisig – ist der Airless-Dispenser: im Unterschied zu herkömmlichen Pumpsystemen gelangt keine Luft - und mit ihr schädliche Umwelteinflüsse wie Keime oder Pilzsporen - in die Packung. Durch das Vakuumsystem ist es möglich, den Produkten weniger Konservierungsstoffe beizumengen; es ist nicht nur Luft-, sondern auch Lichtschutz gegeben (Luft und Sonnenlicht sind die Faktoren, die sensiblen Inhaltsstoffen am stärksten zusetzen).

Fazit: Konservierung muss sein

Aber keine Konservierung ist völlig unproblematisch! Jede Art der Konservierung ist ein Abwägen zwischen dem Streben nach möglichst naturbelassener Kosmetik und dem Schutz der Haut vor Mikroorganismen, die ihr mindestens genau so schaden können wie die Konservierung.
Der Zweck von Konservierungsmitteln ist es, Mikroorganismen wir Bakterien, Schimmel und Hefen abzutöten bzw. deren Wachstum zu hemmen. Ein Stoff, der das macht, kann leider auch reizen. Daher sind auch die in Natur- und Biokosmetik erlaubten Konservierungsstoffe nicht ganz unproblematisch und dürfen nur bis zu einer maximalen Konzentration eingesetzt werden (geregelt im Anhang zur Kosmetikverordnung).

In unseren Rezepturen bemühen wir uns soweit es möglich ist, mit natürlichen Komponenten wie Vitamin E oder pflanzlichem Glyzerin auszukommen. Wo nötig, sind wir bestrebt, die Produktsicherheit mit möglichst geringen Konzentrationen der o.g. Stoffe (in unserem Fall Kaliumsorbat und Natriumbenzoat) zu gewährleisten.
Hygienische Airless-Dispenser, die wir bei allen leave on Produkten verwenden, helfen uns dabei.

https://www.mysalifree.com/produkt/pflegeoel/?utm_source=blog.mysalifree.com&utm_medium=social&utm_campaign=Konservierung%20%E2%80%93%20muss%20das%20wirklich%20sein%3F%20Es%20gibt%20doch%20Kosmetika%20%E2%80%9EFrei%20von%20Konservierungsstoffen%E2%80%9C%3F
Unser Tipp

Das allersicherste bei hypersensibler Haut: keine wasserhaltigen Produkte für die Gesichtspflege verwenden, keine Öle mit Duftstoffen oder ätherischen Ölen.

Ideal ist das mysalifree Pflegeöl mit Getreideölen: es besteht aus Reiskeimöl, Maiskeimöl und natürlichem Vitamin E, es kommt ohne zusätzliche Konservierung aus. Stabilisieren Sie damit Ihre Hautbarriere - so wird Ihre Haut wieder widerstandsfähiger und weniger empfindlich gegenüber Reizen.




¹) https://www.verbrauchergesundheit.gv.at/lebensmittel/buch/codex/A_8_BIO.pdf?4vioy3
²) http://www.cosmeticanalysis.com/de/kosmetik-inhaltsstoffe/potassium-sorbate.html
³) http://www.alles-zur-allergologie.de/Allergologie/Artikel/5133/Allergen,Allergie/Benzoesäure/

Bildquelle: fotalia.com, Romolo Tavani