Donnerstag, 23. Juli 2015

Glycerin: Pro und Contra

Glycerin als Inhaltsstoff?

Sorgt Glycerin für Feuchtigkeit oder trocknet es aus?


Glycerin zählt zu den typischen Feuchthaltesubstanzen in Kosmetika und ist als körpereigene Substanz gut verträglich. Es erhöht die Hautfeuchte und hat zusätzlich die Fähigkeit, die vorhandene Feuchtigkeit im Kosmetikprodukt selbst zu halten. Sogar die Luftfeuchtigkeit kann es binden und auf der Haut halten!
Die Barrierefunktion der Haut, die zum einen die Wasserabgabe über die Haut reguliert und zum anderen das Eindringen von Fremdstoffen verhindert, wird durch das Glycerin stabilisiert und regeneriert, ebenso wird die Hautelastizität erhöht. Da Glycerin tief in die Hornschicht einwandert und dort nicht so leicht ausgewaschen werden kann, wirken Tenside und Emulgatoren weniger austrocknend und irritativ.

Trotzdem ist Glycerin immer wieder im Gespräch, austrocknend zu wirken. Der Schlüssel aber liegt in der Gewinnung (synthetisch, pflanzlich, biologisch) und in der Konzentration dieses Inhaltsstoffs. In niedrigen Konzentrationen, nämlich bis ca. 10%, wirkt es antimikrobiell und feuchtigkeitsbindend und erfüllt damit seinen Zweck. Es schützt die Haut vor dem Austrocknen, gibt Elastizität und macht sie weicher. In hohen Konzentrationen jedoch kann es Wasser aus dem Gewebe ziehen und somit tatsächlich austrocknend wirken. 

Wie wird Glycerin hergestellt?

Es gibt synthetisch und pflanzlich hergestelltes Glycerin. In konventionellen Produkten wird meistens synthetisches Glycerin verwendet, das aus Erdöl gewonnen wird. Diese Erdöl-Kosmetik ist nicht nur für die Haut nachteilig, sondern ebenso für Umwelt und Natur.
Pflanzliches Glycerin entsteht bei der Verseifung von natürlichen Fetten und Ölen.
mysalifree verwendet pflanzliches Bio-Glycerin, das aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) gewonnen wird.

Quellen:


Donnerstag, 9. Juli 2015

Sonnenschutz kritisch betrachtet

welcher Sonnenschutz ist der Richtige?
Wer liebt sie nicht, unsere Sonne? Sie regt die körpereigene Produktion des Glückshormons Serotonin und des Sonnenhormons Vitamin D an. Die meisten von uns fühlen sich rundum wohler und auch attraktiver mit gesunder, gebräunter Haut.
Aber: die Haut braucht Zeit, um sich auf die vermehrte Sonnenstrahlung einzustellen. Der Hautfarbstoff Melanin wird langsam gebildet: erst nach 3-4 Tagen wird die Bräune sichtbar, die die tiefer gelegenen Hautschichten schützen soll. Wer von stundenlangen Aufenthalten in geschlossenen Räumen plötzlich zu erhöhter Aktivität in der Sonne wechselt, riskiert Sonnenbrand und eine Schädigung der Haut. Also in kleinen Dosen in die Sonne gehen und Sonnenbrand durch entsprechende Kleidung, Meiden der Mittagshitze und Auftragen von Sonnencreme vermeiden!

Doch welcher Sonnenschutz ist der Richtige? Es gibt viele Bewertungskriterien und jeder Mensch hat eigene Vorlieben. Unser Schwerpunkt liegt darin, Bewusstsein für Hautgesundheit zu schaffen und so auch auf gesundheitsschädigende Inhaltsstoffe aufmerksam zu machen:
in konventioneller Sonnencreme und -milch stecken meist synthetisch hergestellte UV-Filter, die zu den hormonell wirkenden Kosmetik-Inhaltsstoffen zählen. Lt. Kosmetik-Check-Studie vom BUND (Download-Link) besitzen die meisten chemischen UV-Filter eine östrogene Wirkung. Und sie dringen in den Körper ein, können Allergien hervorrufen und die hauteigenen Enzyme angreifen. Es gibt eine Vielzahl von zu meidenden UV-Filtern. Zu den wichtigsten Vertretern zählen Ethylhexyl Methoxycinnamate, Benzophenone-3, 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenone und Benzophenone-4.

Alternativen zu den chemischen UV-Filtern bieten mineralische Filter wie z.B. Titandioxid oder Zinkoxid. Sie reflektieren das Sonnenlicht, UV Strahlen können so die Hautbarriere nicht durchdringen.
Doch auch diese Stoffe sind mittlerweile umstritten: während die amerikanische Umweltorganisation EWG (Environmental Working Group) Sonnencremes mit Titandioxid oder Zinkoxid empfiehlt, geben neuere Studien Anlass zur Annahme, dass durch die darin enthalten Nanopartikel das Zellwachstum gestört werden könnte. Titandioxid wird mit möglichen Schädigungen der DNA, als Auslöser von Alzheimer, Epilepsie und Autismus in Verbindung gebracht - Zinkoxid steht in Verdacht, Hirn- und Darmzellen zu töten. Beide Substanzen überwinden vermutlich die Plazentaschranke.

Was also tun - und wem soll man glauben?

Unsere persönliche Sicht: den gesunden Menschenverstand einsetzen und einen verantwortungsbewußten Umgang mit der Sonne pflegen!
  • beachten Sie Ihren Hauttyp und halten Sie sich nur dementsprechend lange in der Sonne auf
  • gewöhnen Sie die Haut langsam an die Sonnenstrahlen
  • bedecken Sie exponierte Körperstellen mit leichter Kleidung (Sonnenhut)
  • vermeiden Sie die Mittagshitze und direkte Sonnenstrahlung (besser im Schatten Sonnenbaden)
  • Nach dem Sonnenbaden die Haut mit einer feuchtigkeitsspendenden Lotion pflegen
  • Lippen besonders schützen, sie haben keine schützenden Pigmente gegen die UV-Strahlen und keine Hornschicht.
Bevorzugen Sie natürliche Sonnenschutz-Produkte ohne chemische Inhaltsstoffe und Nanopartikel - da mineralischer Sonnenschutz oft auch Zinkoxid enthält, sollte man sich mit natürlichen Pflanzenölen als alternativen Sonnenschutz beschäftigen.

Uns ist es bisher aufgrund der Zertifizierungsauflagen für Biokosmetik nach den strengen Kriterien des österreichischen Lebensmittelbuchs ÖLMB (UV-Filter sind verboten) nicht möglich, einen biologischen Sonnenschutz anzubieten.

mysalifree Tagescreme, Körperlotion oder das Pflegeöl mit Inhaltsstoffen wie Bio-Reiskeimöl, Bio-Sheabutter und Vitamin E bieten einen natürlichen Sonnenschutz und sind nicht nur völlig unbedenklich, sondern bieten wertvolle Wirkstoffe, die der Haut helfen, sich selbst zu schützen und zu regenerieren.

Wie geht ihr mit dem Thema UV-Schutz um? Was ist euch wichtig, worauf legt ihr Wert? Und habt ihr schon Erfahrung mit natürlichen Ölen als Sonnenschutz gemacht?

Quellenangaben:
http://www.pharma.uzh.ch/index_de.html
http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/chemie/130723_bund_chemie_kosmetik_check_studie.pdf
http://www.bfr.bund.de/cm/343/sonnenschutzmittel_zinkoxid_als_uv_filter_ist_nach_derzeitigem_kenntnisstand_gesundheitlich_unbedenklich.pdf

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/sonnencreme-risiko-ia.html

Donnerstag, 2. Juli 2015

Alkohol in Kosmetikprodukten

Alkohol wird als Inhaltsstoff in Kosmetika häufig kritisch betrachtet – er kann die Haut austrocknen und reizen. Aber Alkohol ist nicht gleich Alkohol und die Menge macht den Unterschied.

In Kosmetika hat Alkohol einige Vorteile: er wirkt konservierend (bakterienabtötend) und ist fettlöslich, dient damit also als Lösungsmittel für wasserunlösliche Stoffe.
Ist die Konzentration in einem Kosmetikprodukt gering, verdunstet der Alkohol beim Auftragen auf die Haut. Deshalb sollte man darauf achten, dass der Alkohol möglichst am Ende der INCI-Liste steht.

Ethanol als Inhaltsstoff in Kosmetika
Jedoch gibt es Alkohole, die man meiden sollte: die konventionellen Kosmetikhersteller verwenden meist vergällten Alkohol (Alcohol denat.), denn echter Trinkalkohol ist aufgrund seiner Branntweinsteuer viel zu teuer.
Zum Vergällen werden chemische Weichmacher verwendet, die sogenannten Phtalate. Sie sind fett- und wasserlöslich und werden über die Haut aufgenommen. So gelangen sie ins Blut und stehen im Verdacht, Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane zu schädigen und in den Hormonhaushalt des Menschen einzugreifen. Aufgrund des geringen Gehalts werden sie oft nicht deklariert - und sie werden in der Umwelt nicht abgebaut. Man findet sie unter der Bezeichnung Diethyl Phtalat und Dimethyl Phtalat (DEP, DMP).
Weitere INCI-Bezeichnungen für Alkohole, die man meiden sollte sind Ethanol, Ethyl Alcohol, Methanol, Isopropyl Alcohol, SD Alcohol und Benzyl Alcohol.

In der zertifizierten Natur- und Biokosmetik werden häufig Fett- oder Wachsalkohole verwendet, die als gut verträglich gelten. Sie werden aus den Fettsäuren pflanzlicher Öle gewonnen und finden Verwendung als Verdicker und Weichmacher. INCI-Bezeichnungen für Fettalkohole sind u.a. Cetyl Alcohol, Cetearyl Alcohol, Behenyl Alcohol, Lanolin Alcohol und Stearyl Alcohol.

mysalifree verwendet die Fettalkohole CETYL ALCOHOL
 und STEARYL ALCOHOL. Beide sind reizfrei und machen die Haut weich und geschmeidig. Sie werden als Verdicker und Koemulgatoren genutzt. Cetyl Alcohol findet ebenso Verwendung als Emollens (weichmachende, glättende Substanz), ist ungiftig und hat den Vorteil, nicht ranzig zu werden. Stearyl Alcohol hat einen feuchtigkeitsspendenden und rückfettenden Effekt und gilt als sehr gut hautverträglich. Beide Stoffe sind für zertifizierte Naturkosmetik zugelassen. Kosmetikanalyse deklariert diese beiden Inhaltsstoffe mit „empfehlenswert“ und „gut“.

Auf welche Inhaltsstoffe achtet ihr? Für Laien sind die INCI nicht leicht zu durchschauen: wie helft ihr euch hier weiter?

Quellenangaben:
http://www.chemie.de/lexikon/Verg%C3%A4llung.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Phthals%C3%A4ureester
http://www.dermaviduals.de/deutsch/publikationen/inhaltsstoffe/vielfaeltig-im-einsatz-alkohole-in-hautpflegemitteln.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Fettalkohole
http://www.chemie.de/lexikon/Fettalkohol.html


Bildquelle: 
Szasz-Fabian Erika - Fotolia.com 



Donnerstag, 18. Juni 2015

Was sind Tenside?

Tenside sind waschaktive Substanzen. Sie sorgen mit ihrer Waschkraft zum Beispiel dafür, dass Schmutz aus den Haaren gewaschen wird. Im Shampoo werden Tenside ausserdem als Schaumbildner sowie als Emulgatoren genutzt (Emulgatoren verbinden zwei Flüssigkeiten, z.B. Öl und Wasser).

Man unterscheidet zwischen synthetischen und natürlichen Tensiden. Synthetische Tenside werden aus Erdöl und deren Folgeprodukten gewonnen, natürliche Tenside aus nachwachsenden Rohstoffen, z.B. pflanzlichen Fetten. So gibt es viele verschiedene Tenside mit unterschiedlichen Eigenschaften: manche sind mild, andere eher aggressiv. Einige produzieren viel Schaum, andere weniger.

Meist enthalten die stark aufschäumenden Shampoos problematische Tenside wie PEG, PPG oder Sulfate. Sulfate gelten als stark hautreizend, allergieauslösend und austrocknend. PEG und PPG machen die Haut durchlässiger für Fremdstoffe. Sie können Hautreizungen, Ekzeme und Hautentzündungen verursachen.

Shampoo von mysalifree

Da die Herstellung natürlicher Tenside deutlich teurer ist und sie meist auch mengenmäßig zu einem großen Anteil nötig sind, macht sich dies am Preis des Endprodukts bemerkbar-Qualität hat halt seinen Preis.

In unserem Shampoo und Duschgel verwenden wir Kokosglukosid (Coco-Glucoside), ein sehr mildes Tensid aus natürlicher Kokosfettsäure und Zucker. Es sorgt für eine gleichmässige Verteilung und für eine bessere Kämmbarkeit im Shampoo. Trotzdem dieses Tensid sehr mild und hautverträglich ist, kann es bei einzelnen Personen auch hier zu Reaktionen kommen.


Quelle:  
http://www.chemie.de/lexikon/Tenside.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Tenside#Struktur_und_Herstellung

Donnerstag, 11. Juni 2015

Warum sind Parabene bedenklich?

Was sind Parabene?

Parabene sind synthetische Konservierungsmittel, die häufig in Kosmetikprodukten verwendet werden. Dort sind sie z.B. gegen Bakterien und Pilze wirksam und schützen vor Keimbefall.

 

Warum stehen Parabene in Diskussion?

Parabenen wurde in verschiedenen Versuchen eine endokrine (hormonelle) Wirkung nachgewiesen. So ergab lt. BUND eine Studie der technischen Universität Dänemark, dass während der Kindheit die östrogene Wirkung von aufgenommenen Parabenen die Wirkung der natürlichen Östrogene möglicherweise überschreitet. Weiter, so der BUND, zeigt eine im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführte Studie, dass Parabene mit verfrühter Pubertät bei Mädchen, Brustkrebs, Schilddrüsenkrebs, Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane und Störungen der Nervenentwicklung in Verbindung gebracht werden.
Aufgrund des Einsatzes von Parabenen in zahlreichen Produkten wie Cremes, Shampoos, Lippenstiften, Lotionen, Sonnenschutzmitteln, Rasiercremes usw. und deren gleichzeitiger
Anwendung warnt der BUND davor, dass sich diese Chemikalien gegenseitig verstärken können.

 

Was sagt der Gesetzgeber?

Mittlerweile sind bestimmte Parabene für die Anwendung in Kosmetikprodukten verboten. Lt. Verordnung der europäischen Kommission vom 09. April 2014 betrifft das folgende Stoffe:
  • Isopropylparaben
  • Isobutylparaben
  • Phenylparaben
  • Benzylparaben
  • Pentylparaben
Propyl- und Butylparaben wurden in ihren zulässigen Konzentrationen eingeschränkt (0,4% bei einzelner Verwendung und 0,8% bei der Verwendung zusammen mit anderen Estern).
Das BfR (Bundesamt für Risikobewertung) empfiehlt wegen unzureichender Daten bzgl. der Aufnahme über die Haut für diese beiden Parabene sogar nur eine Verwendung von maximal 0,19% .
Methyl- und Ethylparaben gelten lt. BfR in einer Konzentration von bis zu 0,4% als sicher für alle Bevölkerungsgruppen.
Lt. EU-Verordnung vom 18. September 2014  dürfen Propylparaben und Butylparaben in abspülenden Produkten, die für den Windelbereich von Babys und Kleinkindern unter 3 Jahren verwendet werden, nicht mehr eingesetzt werden.

Gibt es Alternativen?

Viele Hersteller bewerben Ihre Produkte mittlerweile mit dem Hinweis „ohne Parabene“. Doch hier warnt das BfR: möglicherweise werden die Parabene durch Konservierungsstoffe ersetzt, die ein hohes allergenes Potential besitzen.

Zertifizierte Natur- und Biokosmetik enthält grundsätzlich keine Parabene, somit sind natürlich auch alle mysalifree-Produkte frei von Parabenen. Ganz ohne Konservierungsstoffe geht es aber auch bei uns nicht, denn niemand möchte verunreinigte Produkte haben. mysalifree verwendet milde Konservierungsstoffe wie z.B. Kaliumsorbat oder Natriumbenzoat. Diese gelten als gut verträglich, können aber wie alle Konservierungsstoffe in seltenen Fällen zu Reaktionen führen.

Zum Abschluß möchten wir euch noch auf einen Media-Beitrag von Marktcheck (SWR) aufmerksam machen, der genau dieses Thema behandelt  http://www.swr.de/marktcheck/parabene-in-hautpflegeprodukten/-/id=100834/did=15466612/nid=100834/auyss2/index.html

Quellenangaben:
http://bmg.gv.at/home/Schwerpunkte/VerbraucherInnengesundheit/Kosmetische_Mittel/Endokrin_aktive_Substanzen_in_Kosmetika
http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/chemie/130723_bund_chemie_kosmetik_check_studie.pdf
http://www.bfr.bund.de/cm/343/verwendung_von_parabenen_in_kosmetischen_mitteln.pdf



Wie sind eure Gedanken zu diesem Thema? Wir freuen uns über Rückmeldungen dazu.




Dienstag, 2. Juni 2015

bedenkliche Mineralöle in der Kosmetik

Mineralöle werden in der Kosmetik häufig verwendet, denn sie sind kostengünstig und besitzen eine gute Haltbarkeit. Der Nachteil von Mineralölen (im Gegensatz zu pflanzlichen Ölen) besteht jedoch darin, daß sie einen Film über die Haut legen und die Haut dadurch nicht mehr atmen kann.
In diesem Video der YouTuberin animated science wird die Problematik sehr gut verdeutlicht. Ein Kommentar zum Video: die Pflanzenöle von mysalifree sind eben nicht allergen (wir vermeiden ja ätherische Öle) - wir arbeiten mit Getreideölen.

Ein weitaus größerer Nachteil von Mineralölen ist erst vor einigen Tagen bekannt geworden: Untersuchungen der Stiftung Warentest haben ergeben, dass Kosmetika wie z.B. Lippenpflegeprodukte oder auch Vaseline unerwartet hoch mit kritischen Stoffen aus Mineralöl belastet sind (hier zum Video von Stiftung Warentest).

In ihrer Pressemitteilung vom 26.05.2015 berichtet die Stiftung Warentest von einem besorgniserregenden Ergebnis: alle 25 ausgewählten Kosmetika wie Allzweckcremes, Babypflegeprodukte, Körperöle, Vaselinen, Hairstyling- und Lippenpflegeprodukte sind mit kritischen Substanzen belastet.

Bei den problematischen Stoffen handelt es sich um Gemische von Kohlenwasserstoffen. Als bedenklich werden hier vor allem die aromatischen Kohlenwasserstoffe -kurz MOAH (mineral oil aromatic hydrocarbons)- genannt. Diese können potentiell krebserregende Substanzen und erbgutverändernde Komponenten enthalten.

Stiftung Warentest berichtet auch von einer Schweizer Studie: bei stillenden Frauen, die Brustsalben oder Vaseline auf Brust und Brustwarzen cremten, wurde ein schneller, deutlicher Anstieg des Mineralölgehalts in der Muttermilch festgestellt. Die Schlussfolgerung liegt nahe, dass die Mineralöle über die Haut aufgenommen wurden.

Die Anbieter der getesteten Produkte (z.B. Beiersdorf, Henkel, Unilever und weitere) verweisen darauf, dass ihre Rohstoffe dem europäischen Arzneimittelbuch entsprechen. Laut Stiftung Warentest aber ist die Reinheitsprüfung mittels der vorgegebenen Methode (UV-Spektroskopie) für den Nachweis von MOAH nicht geeignet.

Stiftung Warentest ist der Meinung, dass eine mittel- oder langfristige Gesundheitsgefahr nicht auszuschließen ist. Sie rät deshalb davon ab, mineralölhaltige Lippenprodukte zu verwenden.

Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat verschiedene Kosmetika untersucht und berichtet von bis zu 5% MOAH-Gehalt. Da es jedoch umfangreiche Datenlücken z.B. bezüglich der Mineralölaufnahme über die Haut gibt, sind gesundheitliche Risiken lt. BfR nach derzeitigem Stand als eher unwahrscheinlich einzustufen. Dennoch verweist das BfR in seiner Stellungnahme vom 26.05.2015 darauf, dass bestimmte Anteile des MOAHs krebserregende Substanzen enthalten können. Es weist darauf hin, dass die „methodischen Besonderheiten in der Testung“ und Datenlücken zur Hautpenetration (Eindringen von Wirkstoffen) zu Unsicherheiten und Bedenken führen. Aus Sicht des BfR sollte auf eine Minimierung von MOAH-Gehalten in Endprodukten hingewirkt werden und betont, dass die Bewertung aufgrund der Datenlücken nur vorläufig besteht.

Wie erkenne ich Mineralöle in kosmetischen oder pflegenden Produkten?
Mineralöle sind unter folgenden Namen auf der INCI-Liste von Produkten zu finden:
  • Cera Microcristallina (Microcristallina Wax)
  • Ceresin
  • Mineral Oil
  • Ozokerite
  • Paraffin
  • Paraffinum Liquidum
  • Petrolatum
  • Vaseline  
Quellen: 
https://www.test.de/Mineraloele-in-Kosmetika-Kritische-Stoffe-in-Cremes-Lippenpflegeprodukten-und-Vaseline-4853357-0/
http://www.bfr.bund.de/cm/343/mineraloele-in-kosmetika-gesundheitliche-risiken-sind-nicht-zu-erwarten.pdf

Alle mysalifree-Produkte sind frei von mineralölhaltigen Inhaltsstoffen, auch unser Lippenpflegestift.

Was ist eure Meinung zu den Untersuchungsergebnissen der Stiftung Warentest? Welche Auswirkungen hat das auf euer Verbraucherverhalten?

Donnerstag, 28. Mai 2015

mysalifree und Hauterkrankungen

Viele Menschen, die unter Hauterkrankungen wie Rosacea, Psoriasis, Neurodermitis, Ekzemen, Kontaktallergien usw. leiden, suchen nicht nur nach der richtigen Therapieform (meist in Form von Medikamenten oder medizinischen Salben), sondern ebenfalls nach einer passenden Pflege für ihre Haut. Oft steht der Schrank voll mit Cremes und Tuben, die dann doch nicht verträglich sind.

Als Betroffener weiß man natürlich, dass ebenso Faktoren wie Stress, Nikotin, Ernährung, Alkohol, UV-Strahlen, Hitze und Kälte die Krankheit ungünstig beeinflussen können und handelt dementsprechend.
In Bezug auf Kosmetika sollte man auf eine sehr sanfte und verträgliche Pflege achten. Grundlage jeder Pflege ist eine gründliche Reinigung der Haut: überschüssiger Talg, Schmutz und schädliche Stoffe, die sich auf und in der Haut angesammelt haben, müssen entfernt werden-Wasser allein ist dafür nicht ausreichend. Die Haut ist nicht nur unser größtes Organ überhaupt, sondern auch unser größtes Ausscheidungsorgan. Nur ein funktionierender Stoffwechsel gewährleistet, dass die Haut sich langfristig selbst wieder gut versorgt. Bio-Kosmetik hilft dabei. Nach der Reinigung ist die Haut bereit, Wirkstoffe aufzunehmen: Vitamine, Mineralstoffe usw. die Feuchtigkeit zuführen, sie beruhigen und pflegen.

Körperlotion von mysalifree
mysalifree-Produkte sind keine Medizinprodukte oder Arzneimittel, sondern ausgesprochen milde, hochwertige Bio-Pflegeprodukte mit verträglichen Inhaltsstoffen. Allergene Inhaltstoffe wie Salicylate, ätherische Öle, Duftstoffe, Farbstoffe, Wollwachs, Propolis, Vaseline usw. werden gemieden, dadurch ist mysalifree für irritierte Haut besonders geeignet.
Diskutierte Inhaltsstoffe wie Parabene, Paraffin, Silikon, Sulfate, PEG&PPG usw. werden nicht verwendet-stattdessen finden besonders hochwertige, gehaltvolle Inhaltsstoffe Anwendung. mysalifree ist biozertifiziert nach Österreichischem Lebensmittelbuch (höchster Standard). Derma Consult bestätigt 100%ige Verträglichkeit und Kosmetikanalyse (eine Initiative der Schweizer Stiftung zur Förderung der Hautgesundheit) gibt mysalifree höchste Bewertungen.

Guten Gewissens empfehlen wir unsere Produkte auch für die Pflege irritierter Haut-raten aber, die Pflegeanwendung bei Hauterkrankungen mit einem Arzt abzustimmen.
Eventuell braucht es etwas Geduld, um ein Ergebnis beurteilen zu können. Bei der Umstellung von herkömmlicher auf Biokosmetik gibt es Einiges zu beachten.

Haben Sie auch mit Hautproblemen zu kämpfen? Wie gehen Sie damit um, welche Pflege verwenden Sie?