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Mittwoch, 18. Januar 2017

Was bedeutet TTIP für Kosmetikprodukte in der EU?


Bezüglich der Inhaltsstoffe in Kosmetika gilt in der Europäischen Union: eine Substanz kann verboten werden, wenn hinreichender Verdacht auf gesundheitsschädliche Wirkung besteht. In den USA ist das jedoch völlig anders! Die Unternehmen können eigentlich alles verwenden, solange nicht bewiesen ist, dass ein Stoff bedenklich ist, wie z.B. Blei in Lippenstift (siehe BUND). Aufgrund der dortigen Gesetzeslage reicht ein Verdacht allein also nicht aus, um Inhaltsstoffe zu verbieten. So kommt es, dass in der EU mehr als 1300 Chemikalien in Kosmetika verboten sind, in den USA aber lediglich 11!! Solche Kosmetikprodukte mit zahlreichen bedenklichen Inhaltsstoffen würden durch TTIP den europäischen Markt überschwemmen, und das auch noch ohne Verpflichtung zur Kennzeichnung. Durch TTIP würde also das vorsorgende Prinzip, das die EU z.B. bei hormonell wirksamen Stoffen anwendet, ausgehebelt.

Ebenso bedenklich ist der Aspekt des Tierschutzes. Seit 2009 sind Tierversuche in der EU verboten (für Inhaltsstoffe und für das Endprodukt), in den USA sind Tierversuche nach wie vor erlaubt und gehören zum Standard.

Bei mysalifree vermeiden wir neben potentiell allergenen Inhaltsstoffen (Duftstoffe, Farbstoffe, ätherische Öle usw.) auch konsequent bedenkliche Inhaltsstoffe (Parabene, Mineralöle, Silikone, Sulfate u.v.m.). Unsere Biozertifizierung nach höchstem Standard garantiert, dass mindestens 95% der landwirtschaftlichen Inhaltsstoffe aus kbA stammen.

zu unserem Shop




Dienstag, 1. November 2016

Mikroplastik in Kosmetik – was ist die Gefahr?

Dass Plastiktüten und anderer Plastikmüll unsere Meere belastet, ist hinreichend bekannt. Doch auch die feinen Mikroplastikpartikel in vielen Kosmetik- und Pflegeprodukten stellen ein großes Problem für die natürliche Bewohner der Meere und damit auch für uns dar!

durch Mikroplastik bedrohte Meeresbewohner


Was ist Mikroplastik?

Mikroplastik sind kleinste Kunststoffteilchen, die in der Regel nicht größer als fünf Millimeter sind. Viele Hersteller von Lippenstiften, Make-up und Peelings verwenden sie in ihren Produkten als Schleifmittel, Füllstoff oder Bindemittel.

Wieso belastet es unsere Meere, wenn man diese Produkte verwendet? 

Nun, diese kleinen Partikel stellen Kläranlagen vor große Herausforderungen. Zur Zeit sind sie noch nicht in der Lage, die Mikroplastikteilchen aus dem Abwasser zu filtern, das z.B. durch Duschen dort landet. Das gefilterte Wasser wird dem natürlichen System wieder zugeführt und ist somit hoch belastet mit Mikroplastik. Über Flüsse und Bäche gelangen diese Teilchen auch in unsere Meere. Besonders erschreckend: das Mikroplastik zieht während seiner Reise dorthin wie ein Magnet reichlich Schadstoffe an. Fische, Krebse und Muscheln nehmen diese kleinen Partikel auf, die sich in deren Gewebe anreichern. Solche schadstoffbelasteten Meerestiere werden nicht nur krank sondern landen dann auch auf unseren Tellern – guten Appetit!

Wie erkenne ich Mikroplastik?

Mikroplastik verbirgt sich hinter verschiedenen Namen wie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyquaternium-7, Nylon-12, Acrylates Copolymer oder Acrylate Crosspolymer.

Wir rufen Dich als Verbraucher zum konsequenten Handeln auf, um für den Erhalt unserer Meeresbewohner zu kämpfen. Verzichte auf Produkte, die Mikroplastik enthalten!
Alle mysalifree Produkte sind selbstverständlich frei von diesen Partikeln und tragen mit ihren hochwertigen Inhaltsstoffen zu Deiner Hautgesundheit bei.






Quellenangaben:
http://www.bund.net/mikroplastik
http://corporate.codecheck.info/2016/10/18/problem-mit-vielen-namen-ergebnisse-der-codecheck-mikroplastik-studie-2016-2/

fotocredit:
Fotalia, Aleksey Stemmer



Dienstag, 12. Juli 2016

Sind Phthalate gefährlich?

Was sind Phthalate?

Phthalate sind Weichmacher für Kunststoffe, die in sehr vielen alltäglichen Produkten wie z.B. Fußbodenbelägen, Schläuchen, Tapeten, Lebensmittelverpackungen, Farben uvm. zu finden sind. Wir sind also ständig mit ihnen in Kontakt.

Warum sind Phthalate gefährlich?

Phthalate stehen unter Verdacht, das Hormonsystem zu verändern und damit die Gesundheit zu schädigen. Bestimmte Phthalate wirkten lt. Bundesinstitut für Risikobewertung  in Tierversuchen schädigend auf Hormondrüsen wie Schilddrüse und Hirnanhangsdrüse.
In Babyartikeln und Kinderspielzeug sind Phthalate inzwischen verboten.

Warum sind Phthalate in Kosmetika zu finden?

Ganz simpel: aus Kostengründen. Alkohol findet in Kosmetik häufig als Konservierungsmittel Verwendung. Für diesen hochwertigen Alkohol fällt allerdings Branntweinsteuer an und das macht ihn teuer.  Ab jetzt wird es trickreich: der Alkohol wird mit Phthalaten vergällt -  so wird er ungenießbar und ist im steuerlichen Sinn kein „Trinkalkohol“ mehr.
Da Phthalate fett- und wasserlöslich sind, werden sie gut über die Haut aufgenommen. So gelangen sie in unseren Blutkreislauf und wirken auf Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane.

Wie vermeidet man Phthalate in Kosmetikprodukten?

Phthalate findet man unter der Bezeichnung Diethyl Phtalat und Dimethyl Phtalat (DEP, DMP). Da sie aber meist Bestandteil von denaturiertem Alkohol ("Alcohol denat.") sind, müssen sie nicht extra aufgeführt werden und sind so für den Verbraucher nicht zu erkennen.
Vermeiden kann man Phthalate als Inhaltsstoff in Kosmetik nur, indem man zertifizierte Naturkosmetik verwendet.
Selbstverständlich sind alle mysalifree – Produkte frei von chemischen Weichmachern wie Phthalaten. Das garantiert schon unsere Bio-Zertifizierung nach Österreichischem Lebensmittelbuch.

zu unseren phthalatefreien Produkten




Montag, 27. Juni 2016

Was ist eigentlich die Hautbarriere und wofür ist sie da?

Die Haut des menschlichen Körpers setzt sich aus drei Schichten zusammen: Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut.
Die Oberhaut - auch Epidermis genannt - besteht nochmals aus verschiedenen Hautschichten, u.a. aus der Hornschicht.

Diese Hornschicht (Stratum corneum) ist die Grenze des Körpers zu seiner Umwelt. Aufgebaut ist sie wie eine Backsteinmauer: Hornzellen bilden sozusagen die „Ziegel“ der Mauer, während die dazwischen liegende „Fugenmasse“ aus Fetten und Eiweissen die Hornzellen zusammenhält.

Hornschicht und Säureschutzmantel bilden die Hautbarriere

Die Hornschicht und der natürliche Säureschutzmantel der Haut bilden zusammen die Hautbarriere. Den Säureschutzmantel muss man sich als dünnen Film aus Wasser und Fett vorstellen, der die Hornschicht überzieht. Er setzt sich zusammen aus Talg, Schweiß und Hornzellbestandteilen.

Eine gut funktionierende Hautbarriere ist extrem wichtig: sie kann zum einen vor schädlichen Bakterien, Viren und anderen Substanzen schützen; zum anderen verhindert sie, dass zu viel Feuchtigkeit über die Haut nach außen abgegeben wird.

Häufig gibt es aber Barrierestörungen, die zu Feuchtigkeitsverlust und trockener Haut mit Spannungsgefühl, Schuppenbildung und feinen Rissen führen. Durch die kleinen Risse können allergieauslösende Stoffe oder Bakterien eintreten. Die Folge sind Hauterkrankungen, Juckreiz, Ekzemen...

Beeinträchtigungen der Hautbarriere entstehen in den meisten Fällen durch falsche Körperpflege: ungeeignete Reinigungsprodukte mit allergieauslösenden oder ungünstigen Inhaltsstoffen und zu häufiges Waschen bilden hierbei die häufigste Ursache.
Die Haut mit Ihrer Schutzfunktion, als Ausscheidungsorgan und Immunfuntkion und als größtes Sinnesorgan unseres Körpers wird häufig unterschätzt!

Wir empfehlen, auf Inhaltsstoffe wie Mineralöle, Parabene, PEG & PPG, DEA, Phtalate, Silikone, Sulfate und möglichst auch auf Duft- und Farbstoffe zu verzichten. Duftstoffe sind zusammen mit Nickel die häufigsten Kontaktallergene. Alle mysalifree-Produkte sind frei von gesundheitsbeeinflussenden Inhaltsstoffen sowie biozertifiziert.


https://www.mysalifree.com/shop/?utm_source=blog.mysalifree.com&utm_medium=social&utm_campaign=Was%20ist%20eigentlich%20die%20Hautbarriere%20und%20wof%C3%BCr%20ist%20sie%20da%3F




Dienstag, 7. Juni 2016

Hast Du empfindliche Haut?

was ist die Ursache für empfindliche Haut?

Immer mehr Menschen leiden unter sensibler Haut, doch woran liegt das?

In den meisten Fällen ist bei einer empfindlichen Haut der natürliche Säureschutzmantel, die Hautbarriere, gestört. Die Haut kann die Feuchtigkeit nicht mehr halten, wird dadurch durchlässiger für reizende Stoffe, Bakterien und Keime. Die Folge sind Rötungen, Juckreiz, Pickelchen, spannende oder schuppende Haut und sogar Entzündungen.

Ursachen

Es gibt verschiedene Ursachen, die zu diesem Zustand führen können:
  • Hormonelle, genetische, körperliche und psychische Faktoren können eine Rolle spielen, so dass die durch diese Faktoren sensiblere Haut eine höhere Reaktionsbereitschaft auf äußere Einflüsse wie Stress, UV-Strahlen, trockene Heizungsluft, ungesunden Lebensstil, Kälte, Wind usw. zeigen kann.
  • Durch die heute übliche Vielzahl angewandter Produkte ist man sehr viel mehr allergieauslösenden Substanzen ausgesetzt als früher.
  • Die Empfindlichkeit steigt mit zunehmendem Alter. Reifere Haut verliert an Elastizität, ist dünner und trockener.
  • Viele Produkte enthalten austrocknende Inhaltsstoffe wie bestimmte Alkohole (z.B. Ethanol, Ethyl Alcohol, Methanol, Isopropyl Alcohol, SD Alcohol und Benzyl Alcohol, Alcohol denat.) oder zu hoch dosiertes Glycerin. Ein weiteres Problem sind Erdölprodukte wie Paraffine, Silikone, Vaseline, Mineralöle usw.. Erdölprodukte werden in sehr vielen konventionellen Produkten verwendet, diese legen sich wie ein Film über die Haut. Dadurch verstopfen die Poren, die Haut kann nicht mehr atmen, Giftstoffe, Schweiß usw. können nicht mehr so leicht ausgeschieden werden, die Haut wird immer trockener.
  • Kritische Konservierungsmittel wie Parabene und Formaldehyde reizen die Haut, schädigen möglicherweise den gesamten Organismus und können zu Allergien führen, ebenso wie zahlreiche Duft- und Farbstoffe, die nicht nur in herkömmlicher Kosmetik Verwendung finden.
  • Eine Reihe von weiteren Inhaltsstoffen können die Haut reizen, deren Schutzmechanismus beeinflussen und weiterführende negative Auswirkungen auf den Körper haben wie z.B. DEA, PEG, PPG, Phtalate, Sulfate und weitere.

 

Was tun?

  • auf reizende Inhaltsstoffe verzichten
  • Inhaltsstoffe mit hohem Allergiepotential meiden
  • Produkte mit einer überschaubaren Anzahl an Inhaltsstoffen wählen (weniger ist mehr)
  • Produkte mit reizarmen Inhaltsstoffen verwenden
  • Produkte mit luftdichter Verpackung wählen, wodurch der Anteil an Konservierungsstoffen minimalisiert und die Verunreinigung des Produkts vermieden wird
  • hochwertige Naturkosmetik verwenden, möglichst zertifiziert und mit Inhaltsstoffen aus kontrolliert biologischem Anbau

 

mysalifree

mysalifree ist DIE Bio-Pflegelinie für sensible und allergiegefährdete Haut. Grundlage aller unserer Produkte ist wertvolles Bio-Reiskeimöl (kontrolliert biologischer Anbau aus Italien). Reiskeimöl ist hervorragend geeignet für die Anwendung bei trockener, gereizter, barrieregestörter und empfindlicher Haut, denn es spendet reichlich Feuchtigkeit und hilft schädigende Einwirkungen durch äußere Einflüsse zu vermeiden. Mehr über Reiskeimöl in diesem Blogbeitrag.

mysalifree Pflegeöl

Weitere hochwertige Inhaltsstoffe wie Getreideöle, Nachtkerzenöl, Borretschöl, Granatapfelöl, Shea-Butter, Mangobutter, Kakaobutter, Bienenwachs und weitere helfen, die Zellerneuerung und Wundheilung anzuregen, die Hautbarriere zu stärken und den Feuchtigkeitshaushalt zu regulieren. Sie sind pflegend und rückfettend und helfen der Haut, sich wieder selbst zu versorgen.

mysalifree verwendet Airless-Dispenser zur Aufbewahrung der wertvollen Pflege- und Reinigungsprodukte. Über die vielen Vorteile dieser Verpackung informiert dieser Blogbeitrag.



Bilder:
fotalia.com, orelphoto 
mysalifree.com

Montag, 7. März 2016

Aktuelle kritische Medienberichte zu Kosmetik



Zur Zeit häufen sich kritische Medienbeiträge über Kosmetik. Wir haben ein wenig gesammelt und listen sie hier für euch zum Nachschauen:

DIE ZEIT veröffentlicht eine Wissensserie "Kosmetik-Check" u.a. zu den folgenden beiden Themen:

 „Falsche Versprechen, schön verpackt“
http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2016-02/kosmetikprodukte-wirksamkeit-dermatologisch-getestet-studien-falten-haut-haare
„Aluminium unterm Arm, Mineralöl auf der Haut“
http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2016-02/kosmetik-check-schadstoffe-gift

Der SWR berichtet in "Betrifft" über

„Gift in Shampoos und Cremes“
http://swrmediathek.de/player.htm?show=c21b1cb0-da25-11e5-bccf-0026b975e0ea

Die ARD in Plusminus

„Parabene – Wie gefährlich sind die Zusatzstoffe in Kosmetikprodukten?
http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/parabene-100.html

Konsument.at über

„Antifaltencremen – glatte Makulatur“
http://www.konsument.at/antifaltencreme032016

Leider ist es kaum möglich, einen klaren Tipp zu geben: die Studien widersprechen sich, die Meinungen von Experten gehen auseinander.
Es bleibt dem Anwender also nichts anderes übrig - auch wenn es mühsam ist - als sich selbst eine Meinung zu bilden. Den Hausverstand einsetzen, bekannte bedenkliche Stoffe meiden und nichts übertreiben.

Mit mysalifree entziehen wir uns der Diskussion, indem wir Inhaltsstoffe vermeiden, die in Verdacht stehen gesundheitsschädlich zu sein. Viele dieser Stoffe sind ohnehin bei unserer strengen Biozertifzierung nach dem österreichischen Lebensmittelbuch verboten.

Alles Wesentliche zu mysalifree „Auf einen Blick“

Bildquelle: pixabay.com, Public Domain Pictures 

Dienstag, 1. März 2016

Naturkosmetik-Check von GLOBAL 2000

Der Begriff "Naturkosmetik" unterliegt keinem gesetzlichen Standard

Vor wenigen Tagen veröffentlichte GLOBAL 2000 (Österreichs führende unabhängige Non-Profit Umweltorganisation) einen Naturkosmetik-Check, bei dem 300 Kosmetikprodukte überprüft wurden.
Resultat: echte (d.h zertifizierte) Naturkosmetik hält, was sie verspricht – sie ist frei von hormonell wirksamen Inhaltsstoffen und anderen synthetischen Konservierungs-, Duft- oder Farbstoffen.

„Doch leider ist nicht alles, was in diversen Naturkosmetik-Prospekten oder Regalen von Reformhäusern angeboten wird, auch wirklich Naturkosmetik. So fanden wir dort auch Produkte, bei denen sich die Liste der Inhaltsstoffe wie ein Chemie-Lexikon liest und oft sogar verbotene Stoffe umfasst.“

 

So Dr. Helmut Burtscher, Umwelt-Chemiker von GLOBAL 2000. Renommierte Marken umgeben sich mit einem Image von Naturnähe und werden von rund 1/4 der Befragten als echte Naturkosmetik wahrgenommen.

Fazit: es führt kein Weg dran vorbei, sich selbst schlau zu machen, manche Aussagen kritisch zu hinterfragen – oder eine Marke zu finden, der man vertraut.

mysalifree zählt beim Check natürlich zu den „GUTEN“ – es freut uns sehr, dass wir als junges Unternehmen bei der getesteten echten Naturkosmetik gelistet wurden (auch wenn nicht ganz korrekt angegeben - es fehlen unsere Siegel).
Unsere konsequente Orientierung an BIO-Kosmetik (zertifiziert nach ÖLMB), Verträglichkeit (Vermeidung von allergenen Inhaltsstoffen) und Nachhaltigkeit zahlt sich aus und hilft deiner Haut.

Alle Details zum Naturkosmetik-Check findest du hier:
https://www.global2000.at/der-global-2000-naturkosmetik-check

Alles Wesentliche zu mysalifree erfährst Du hier: „Auf einen Blick“

Bildquelle: mysalifree 

Donnerstag, 17. September 2015

Wir haben Farben satt!

Die Farben, die heute in Kosmetika und Pflegeprodukten verwenden werden, sind entweder organischen, mineralischen oder synthetischen Ursprungs. Man unterscheidet zwischen Farbstoffen und Pigmenten. Farbstoffe sind im verwendeten Material löslich, Pigmente nicht. Beide werden in der Kosmetik nach dem Colour-Index benannt, z.B. C.I. 76000 für Anilin. Bei Lebensmitteln werden Farbmittel mit einem „E“ gekennzeichnet, z.B. E 104 für Chinolingelb.

ORGANISCHE FARBEN

Als pflanzlichen Farbstoff kennt jeder Henna. Auch Curcumin dürfte bekannt sein: es stammt aus der Gelbwurz und liefert gelben Farbstoff, der z.B. zum Färben von Puder verwendet wird.
Tierische Farbstoffe sind z.B. Sepia vom Tintenfisch oder Karmin, das leuchtende Rot, das in Lippenstiften Verwendung findet. Es wird gewonnen, indem weibliche Schildläuse getrocknet und unter Zusatz von Schwefelsäure ausgekocht werden. Nichts für Veganer!

MINERALISCHE FARBEN

Bekannt ist hier z.B. Tonerde, aber auch verschiedene Oxide (Eisen-, Titan-, Zink- oder Chromoxide) liefern Mineralfarben.

SYNTHETISCHE FARBEN

Zu den häufig verwendeten synthetischen Farbstoffen gehören die Azofarbstoffe. Sie bieten eine große Fülle an Farbtönen, sind witterungsbeständig und lichtecht, haben hohe Leuchtkraft und sind in der Herstellung günstig. Jedoch stehen Azofarben in Verdacht, ein krebserregendes Potential zu besitzen. Ursache dafür sind die Ausgangsstoffe, die sogenannten Amine (oft Anilin). Anilin steht in Verdacht, Krebs zu verursachen und das Erbgut zu schädigen, wie das BfR (Bundesamt für Risikobewertung) in seiner Stellungnahme vom 14. Januar 2008 u.a. schreibt.
Azofarben können auch Hautallergien auslösen, vor allem bei Menschen mit einer Überempfindlichkeit gegen Salicylsäure und ihre Abkömmlinge.

Als Verbraucher ist es schwierig, Farbstoffe in Kosmetika zu beurteilen. Die Herkunft ist nicht ersichtlich, wenn einfach nur eine Zahl auf dem Produkt angegeben ist. Alternativen bietet hier Natur- und Biokosmetik, denn dort sind synthetische Farben verboten. Es werden nur mineralische oder auch organische Farben verwendet, die jedoch auch tierischen Ursprungs sein können.
Alle mysalifree-Produkte sind aufgrund ihres allergischen Potentials konsequent frei von Farbstoffen. Wir vermeiden daneben auch andere allergene Inhaltsstoffe wie Salicylate, ätherische Öle, Duftstoffe, Lanolin, Vaseline oder Wollwachs und bedenkliche INCI.





Quellen:
http://www.bernd-leitenberger.de/zusatzstoffe-farbstoffe.shtml
http://www.vegane-inspiration.com/Farbstoffe.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Karmin
http://www.steine-und-minerale.de/artikel.php?f=5&topic=5&ID=36&titel=Kosmetik%20aus%20Mineralen
http://www.hauttatsachen.de/farben/
http://www.beauty-cosmetic.info/kosmetik-und-ihre-inhaltsstoffe-teil-5/
www.bhbrand.de/downloads/farbstoffscriptrainer.pdf
https://de.wikipedia.org/wiki/Azofarbstoff
http://www.beautynella.de/lifestyle/bedenkliche-inhaltsstoffe-kosmetika-azofarbstoffe/
http://www.bfr.bund.de/cm/206/bfr_empfiehlt_den_farbstoff_red_2_g_nicht_mehr_in_kosmetika_zu_verwenden.pdf
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Lebensmittelzusatzstoffe
http://www.kosmetik-check.de/risiko_de.php
http://www.zusatzstoffe-online.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Pigment

Mittwoch, 26. August 2015

Warum sich jeder unsere Produkte leisten sollte

Eine pflegende Creme für ca. 35 Euro ist kein Pappenstiel und für manchen Interessenten hat sich nach Sichtung unserer Produktpreise ein Kauf möglicherweise zunächst ins Unerreichbare verlagert.
An dieser Stelle möchten wir darüber aufklären, warum alle unsere Produkte jeden Cent wert sind, warum sie sich letztendlich doch jeder Interessent leisten sollte und wie die Preise für unsere Produkte zustande kommen.


UNSERE INHALTSSTOFFE
Wir verwenden ausschließlich sehr hochwertige Rohstoffe, da unsere Produkte nach höchstem Standard, dem österreichischen Lebensmittelbuch (ÖLMB) zertifiziert werden. Die Auflagen für die Inhaltsstoffe und die Herstellungsverfahren sind äußerst streng - mehr darüber hier.

Bio-Reiskeimöl ist Basis all unserer Produkte und kostet ca. 5x so viel wie herkömmliches Reiskeimöl. Der Reis für unser Öl kommt aus italienischem kbA (kontrolliert biologischem Anbau) und wird in einem kleinen, auf Bio-Öle, Bio-Fette und Bio-Wachse spezialisierten Familienunternehmen im Allgäu in einem schonenden Verfahren zu Bio-Reiskeimöl verarbeitet.

Tenside z.B. sind Inhaltsstoffe, die wichtig sind um fetthaltige Verschmutzungen zu lösen. Es gibt viele kostengünstige (und aggressive) Tenside, die unsere Haut jedoch durchlässiger für Schadstoffe machen - dadurch können Krankheitserreger leichter eindringen. In unserem Shampoo und Duschgel verwenden wir das mildeste und schonende Zuckertensid (Coco Glucosid) – es ist gleichzeitig auch das teuerste Tensid.

Für die Gewinnung unserer Inhaltsstoffe bevorzugen wir die sanfte CO₂ – Extraktion, eine besonders schonende und umweltfreundliche, aber auch aufwändige und teure Methode der Loslösung mit natürlicher Quellkohlensäure. Was es genau damit auf sich hat, erfährt man hier.


UNSERE VERPACKUNG
Die meisten unserer Produkte werden in sogenannten Airless-Dispensern abgefüllt. Durch dieses Vakuumsystem sind die Cremes, Lotionen und Öle luftdicht verpackt - es kommt kein Sauerstoff mit dem Inhalt in Berührung und es können keine Mikroorganismen eindringen, wodurch sich die Haltbarkeit der Produkte verlängert. Diese Airless-Spender sind einerseits sehr sparsam, denn die Packung wir zu 98% entleert und der Inhalt ist gut zu dosieren, jedoch hat auch diese Art der Verpackung ihren Preis.


UNSERE QUALITÄTSMERKMALE
Neben gängigen Tests kosten auch die Bio-Zertifizierung, die regelmässige Überprüfung durch eine staatlich zugelassene Zertifizierungsstelle (in unserem Fall SLK) und die dermatologische Testung auf Verträglichkeit in einem unabhängigen Labor einen gehörigen Obulus. Mehr zur Testung, bei der mysalifree 100% Verträglichkeit in der Probandengruppe bescheinigt wurde, hier.
Zusätzlich lassen wir alle Produkte durch Kosmetikanalyse (eine Initiative der Schweizer Stiftung zur Förderung der Hautgesundheit) bewerten. Und zum Schluß werden alle Fertigprodukte nochmals auf ihre Salicylatfreiheit überprüft – auch das erfolgt in einem unabhängigen Labor. Alles zusammen also ein gehöriger (finanzieller) Aufwand, um unseren Kunden höchstverträgliche Produkte bieten zu können.


UNSER PREIS-/LEISTUNGSVERHÄLTNIS
Unsere Produkte sind sehr sparsam im Verbrauch und erzielen eine hohe Ergiebigkeit. Deshalb und auch aufgrund der sehr hohen Qualität finden wir unser Preis-/Leistungsverhältnis nicht nur gerechtfertigt, sondern sind auch der Meinung, dass der Preis in einem sehr guten Verhältnis zur Qualität steht.


UNSERE WIRTSCHAFTLICHKEIT
Unsere Produkte richten sich nicht an eine breite Masse, sondern an Verbraucher, die bewusst, gesund und nachhaltig leben wollen oder irritierte/allergische Haut besitzen. Wir produzieren also keine Massenware, sondern hochwertige Produkte in einer überschaubare Menge. Auch dies wirkt sich natürlich auf den Preis aus - hohe Stückzahlen machen ein Produkt günstiger.


UNSERE ÜBERZEUGUNG
Wer unter allergischer oder empfindlicher, irritierter Haut leidet, hat meist schon viel Geld für diverse Produktkäufe ausgegeben. In den meisten Fällen mit dem Ergebnis, dass diese nicht das halten, was sie versprechen und letztendlich in der Mülltonne landen. Alle unsere Produkte sind BIO und konsequent frei von
Dies und die hohe Qualität der Inhaltsstoffe sind der Grund dafür, dass unsere Produkte in den meisten Fällen vertragen werden. 100% Verträglichkeit kann seriös niemand garantieren: es ist nicht ausgeschlossen, dass man immer noch sensibel auf einen der Inhaltsstoffe reagiert.

Wir sind - auch aufgrund eigener Betroffenheit (die Gründerin von mysalifree leidet an Fibromyalgie und diversen Intoleranzen) – absolut von unseren Produkten überzeugt und werden darin auch immer wieder von unseren Kunden bestärkt. Viele haben eine Odysee an Versuchen hinter sich und mit mysalifree endlich Produkte gefunden, die verträglich sind und der Haut einfach fühlbar gut tun.




Donnerstag, 23. Juli 2015

Glycerin: Pro und Contra

Glycerin als Inhaltsstoff?

Sorgt Glycerin für Feuchtigkeit oder trocknet es aus?


Glycerin zählt zu den typischen Feuchthaltesubstanzen in Kosmetika und ist als körpereigene Substanz gut verträglich. Es erhöht die Hautfeuchte und hat zusätzlich die Fähigkeit, die vorhandene Feuchtigkeit im Kosmetikprodukt selbst zu halten. Sogar die Luftfeuchtigkeit kann es binden und auf der Haut halten!
Die Barrierefunktion der Haut, die zum einen die Wasserabgabe über die Haut reguliert und zum anderen das Eindringen von Fremdstoffen verhindert, wird durch das Glycerin stabilisiert und regeneriert, ebenso wird die Hautelastizität erhöht. Da Glycerin tief in die Hornschicht einwandert und dort nicht so leicht ausgewaschen werden kann, wirken Tenside und Emulgatoren weniger austrocknend und irritativ.

Trotzdem ist Glycerin immer wieder im Gespräch, austrocknend zu wirken. Der Schlüssel aber liegt in der Gewinnung (synthetisch, pflanzlich, biologisch) und in der Konzentration dieses Inhaltsstoffs. In niedrigen Konzentrationen, nämlich bis ca. 10%, wirkt es antimikrobiell und feuchtigkeitsbindend und erfüllt damit seinen Zweck. Es schützt die Haut vor dem Austrocknen, gibt Elastizität und macht sie weicher. In hohen Konzentrationen jedoch kann es Wasser aus dem Gewebe ziehen und somit tatsächlich austrocknend wirken. 

Wie wird Glycerin hergestellt?

Es gibt synthetisch und pflanzlich hergestelltes Glycerin. In konventionellen Produkten wird meistens synthetisches Glycerin verwendet, das aus Erdöl gewonnen wird. Diese Erdöl-Kosmetik ist nicht nur für die Haut nachteilig, sondern ebenso für Umwelt und Natur.
Pflanzliches Glycerin entsteht bei der Verseifung von natürlichen Fetten und Ölen.
mysalifree verwendet pflanzliches Bio-Glycerin, das aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) gewonnen wird.

Quellen:


Donnerstag, 9. Juli 2015

Sonnenschutz kritisch betrachtet

welcher Sonnenschutz ist der Richtige?
Wer liebt sie nicht, unsere Sonne? Sie regt die körpereigene Produktion des Glückshormons Serotonin und des Sonnenhormons Vitamin D an. Die meisten von uns fühlen sich rundum wohler und auch attraktiver mit gesunder, gebräunter Haut.
Aber: die Haut braucht Zeit, um sich auf die vermehrte Sonnenstrahlung einzustellen. Der Hautfarbstoff Melanin wird langsam gebildet: erst nach 3-4 Tagen wird die Bräune sichtbar, die die tiefer gelegenen Hautschichten schützen soll. Wer von stundenlangen Aufenthalten in geschlossenen Räumen plötzlich zu erhöhter Aktivität in der Sonne wechselt, riskiert Sonnenbrand und eine Schädigung der Haut. Also in kleinen Dosen in die Sonne gehen und Sonnenbrand durch entsprechende Kleidung, Meiden der Mittagshitze und Auftragen von Sonnencreme vermeiden!

Doch welcher Sonnenschutz ist der Richtige? Es gibt viele Bewertungskriterien und jeder Mensch hat eigene Vorlieben. Unser Schwerpunkt liegt darin, Bewusstsein für Hautgesundheit zu schaffen und so auch auf gesundheitsschädigende Inhaltsstoffe aufmerksam zu machen:
in konventioneller Sonnencreme und -milch stecken meist synthetisch hergestellte UV-Filter, die zu den hormonell wirkenden Kosmetik-Inhaltsstoffen zählen. Lt. Kosmetik-Check-Studie vom BUND (Download-Link) besitzen die meisten chemischen UV-Filter eine östrogene Wirkung. Und sie dringen in den Körper ein, können Allergien hervorrufen und die hauteigenen Enzyme angreifen. Es gibt eine Vielzahl von zu meidenden UV-Filtern. Zu den wichtigsten Vertretern zählen Ethylhexyl Methoxycinnamate, Benzophenone-3, 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenone und Benzophenone-4.

Alternativen zu den chemischen UV-Filtern bieten mineralische Filter wie z.B. Titandioxid oder Zinkoxid. Sie reflektieren das Sonnenlicht, UV Strahlen können so die Hautbarriere nicht durchdringen.
Doch auch diese Stoffe sind mittlerweile umstritten: während die amerikanische Umweltorganisation EWG (Environmental Working Group) Sonnencremes mit Titandioxid oder Zinkoxid empfiehlt, geben neuere Studien Anlass zur Annahme, dass durch die darin enthalten Nanopartikel das Zellwachstum gestört werden könnte. Titandioxid wird mit möglichen Schädigungen der DNA, als Auslöser von Alzheimer, Epilepsie und Autismus in Verbindung gebracht - Zinkoxid steht in Verdacht, Hirn- und Darmzellen zu töten. Beide Substanzen überwinden vermutlich die Plazentaschranke.

Was also tun - und wem soll man glauben?

Unsere persönliche Sicht: den gesunden Menschenverstand einsetzen und einen verantwortungsbewußten Umgang mit der Sonne pflegen!
  • beachten Sie Ihren Hauttyp und halten Sie sich nur dementsprechend lange in der Sonne auf
  • gewöhnen Sie die Haut langsam an die Sonnenstrahlen
  • bedecken Sie exponierte Körperstellen mit leichter Kleidung (Sonnenhut)
  • vermeiden Sie die Mittagshitze und direkte Sonnenstrahlung (besser im Schatten Sonnenbaden)
  • Nach dem Sonnenbaden die Haut mit einer feuchtigkeitsspendenden Lotion pflegen
  • Lippen besonders schützen, sie haben keine schützenden Pigmente gegen die UV-Strahlen und keine Hornschicht.
Bevorzugen Sie natürliche Sonnenschutz-Produkte ohne chemische Inhaltsstoffe und Nanopartikel - da mineralischer Sonnenschutz oft auch Zinkoxid enthält, sollte man sich mit natürlichen Pflanzenölen als alternativen Sonnenschutz beschäftigen.

Uns ist es bisher aufgrund der Zertifizierungsauflagen für Biokosmetik nach den strengen Kriterien des österreichischen Lebensmittelbuchs ÖLMB (UV-Filter sind verboten) nicht möglich, einen biologischen Sonnenschutz anzubieten.

mysalifree Tagescreme, Körperlotion oder das Pflegeöl mit Inhaltsstoffen wie Bio-Reiskeimöl, Bio-Sheabutter und Vitamin E bieten einen natürlichen Sonnenschutz und sind nicht nur völlig unbedenklich, sondern bieten wertvolle Wirkstoffe, die der Haut helfen, sich selbst zu schützen und zu regenerieren.

Wie geht ihr mit dem Thema UV-Schutz um? Was ist euch wichtig, worauf legt ihr Wert? Und habt ihr schon Erfahrung mit natürlichen Ölen als Sonnenschutz gemacht?

Quellenangaben:
http://www.pharma.uzh.ch/index_de.html
http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/chemie/130723_bund_chemie_kosmetik_check_studie.pdf
http://www.bfr.bund.de/cm/343/sonnenschutzmittel_zinkoxid_als_uv_filter_ist_nach_derzeitigem_kenntnisstand_gesundheitlich_unbedenklich.pdf

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/sonnencreme-risiko-ia.html

Donnerstag, 2. Juli 2015

Alkohol in Kosmetikprodukten

Alkohol wird als Inhaltsstoff in Kosmetika häufig kritisch betrachtet – er kann die Haut austrocknen und reizen. Aber Alkohol ist nicht gleich Alkohol und die Menge macht den Unterschied.

In Kosmetika hat Alkohol einige Vorteile: er wirkt konservierend (bakterienabtötend) und ist fettlöslich, dient damit also als Lösungsmittel für wasserunlösliche Stoffe.
Ist die Konzentration in einem Kosmetikprodukt gering, verdunstet der Alkohol beim Auftragen auf die Haut. Deshalb sollte man darauf achten, dass der Alkohol möglichst am Ende der INCI-Liste steht.

Ethanol als Inhaltsstoff in Kosmetika
Jedoch gibt es Alkohole, die man meiden sollte: die konventionellen Kosmetikhersteller verwenden meist vergällten Alkohol (Alcohol denat.), denn echter Trinkalkohol ist aufgrund seiner Branntweinsteuer viel zu teuer.
Zum Vergällen werden chemische Weichmacher verwendet, die sogenannten Phtalate. Sie sind fett- und wasserlöslich und werden über die Haut aufgenommen. So gelangen sie ins Blut und stehen im Verdacht, Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane zu schädigen und in den Hormonhaushalt des Menschen einzugreifen. Aufgrund des geringen Gehalts werden sie oft nicht deklariert - und sie werden in der Umwelt nicht abgebaut. Man findet sie unter der Bezeichnung Diethyl Phtalat und Dimethyl Phtalat (DEP, DMP).
Weitere INCI-Bezeichnungen für Alkohole, die man meiden sollte sind Ethanol, Ethyl Alcohol, Methanol, Isopropyl Alcohol, SD Alcohol und Benzyl Alcohol.

In der zertifizierten Natur- und Biokosmetik werden häufig Fett- oder Wachsalkohole verwendet, die als gut verträglich gelten. Sie werden aus den Fettsäuren pflanzlicher Öle gewonnen und finden Verwendung als Verdicker und Weichmacher. INCI-Bezeichnungen für Fettalkohole sind u.a. Cetyl Alcohol, Cetearyl Alcohol, Behenyl Alcohol, Lanolin Alcohol und Stearyl Alcohol.

mysalifree verwendet die Fettalkohole CETYL ALCOHOL
 und STEARYL ALCOHOL. Beide sind reizfrei und machen die Haut weich und geschmeidig. Sie werden als Verdicker und Koemulgatoren genutzt. Cetyl Alcohol findet ebenso Verwendung als Emollens (weichmachende, glättende Substanz), ist ungiftig und hat den Vorteil, nicht ranzig zu werden. Stearyl Alcohol hat einen feuchtigkeitsspendenden und rückfettenden Effekt und gilt als sehr gut hautverträglich. Beide Stoffe sind für zertifizierte Naturkosmetik zugelassen. Kosmetikanalyse deklariert diese beiden Inhaltsstoffe mit „empfehlenswert“ und „gut“.

Auf welche Inhaltsstoffe achtet ihr? Für Laien sind die INCI nicht leicht zu durchschauen: wie helft ihr euch hier weiter?

Quellenangaben:
http://www.chemie.de/lexikon/Verg%C3%A4llung.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Phthals%C3%A4ureester
http://www.dermaviduals.de/deutsch/publikationen/inhaltsstoffe/vielfaeltig-im-einsatz-alkohole-in-hautpflegemitteln.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Fettalkohole
http://www.chemie.de/lexikon/Fettalkohol.html


Bildquelle: 
Szasz-Fabian Erika - Fotolia.com 



Donnerstag, 18. Juni 2015

Was sind Tenside?

Tenside sind waschaktive Substanzen. Sie sorgen mit ihrer Waschkraft zum Beispiel dafür, dass Schmutz aus den Haaren gewaschen wird. Im Shampoo werden Tenside ausserdem als Schaumbildner sowie als Emulgatoren genutzt (Emulgatoren verbinden zwei Flüssigkeiten, z.B. Öl und Wasser).

Man unterscheidet zwischen synthetischen und natürlichen Tensiden. Synthetische Tenside werden aus Erdöl und deren Folgeprodukten gewonnen, natürliche Tenside aus nachwachsenden Rohstoffen, z.B. pflanzlichen Fetten. So gibt es viele verschiedene Tenside mit unterschiedlichen Eigenschaften: manche sind mild, andere eher aggressiv. Einige produzieren viel Schaum, andere weniger.

Meist enthalten die stark aufschäumenden Shampoos problematische Tenside wie PEG, PPG oder Sulfate. Sulfate gelten als stark hautreizend, allergieauslösend und austrocknend. PEG und PPG machen die Haut durchlässiger für Fremdstoffe. Sie können Hautreizungen, Ekzeme und Hautentzündungen verursachen.

Shampoo von mysalifree

Da die Herstellung natürlicher Tenside deutlich teurer ist und sie meist auch mengenmäßig zu einem großen Anteil nötig sind, macht sich dies am Preis des Endprodukts bemerkbar-Qualität hat halt seinen Preis.

In unserem Shampoo und Duschgel verwenden wir Kokosglukosid (Coco-Glucoside), ein sehr mildes Tensid aus natürlicher Kokosfettsäure und Zucker. Es sorgt für eine gleichmässige Verteilung und für eine bessere Kämmbarkeit im Shampoo. Trotzdem dieses Tensid sehr mild und hautverträglich ist, kann es bei einzelnen Personen auch hier zu Reaktionen kommen.


Quelle:  
http://www.chemie.de/lexikon/Tenside.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Tenside#Struktur_und_Herstellung

Donnerstag, 11. Juni 2015

Warum sind Parabene bedenklich?

Was sind Parabene?

Parabene sind synthetische Konservierungsmittel, die häufig in Kosmetikprodukten verwendet werden. Dort sind sie z.B. gegen Bakterien und Pilze wirksam und schützen vor Keimbefall.

 

Warum stehen Parabene in Diskussion?

Parabenen wurde in verschiedenen Versuchen eine endokrine (hormonelle) Wirkung nachgewiesen. So ergab lt. BUND eine Studie der technischen Universität Dänemark, dass während der Kindheit die östrogene Wirkung von aufgenommenen Parabenen die Wirkung der natürlichen Östrogene möglicherweise überschreitet. Weiter, so der BUND, zeigt eine im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführte Studie, dass Parabene mit verfrühter Pubertät bei Mädchen, Brustkrebs, Schilddrüsenkrebs, Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane und Störungen der Nervenentwicklung in Verbindung gebracht werden.
Aufgrund des Einsatzes von Parabenen in zahlreichen Produkten wie Cremes, Shampoos, Lippenstiften, Lotionen, Sonnenschutzmitteln, Rasiercremes usw. und deren gleichzeitiger
Anwendung warnt der BUND davor, dass sich diese Chemikalien gegenseitig verstärken können.

 

Was sagt der Gesetzgeber?

Mittlerweile sind bestimmte Parabene für die Anwendung in Kosmetikprodukten verboten. Lt. Verordnung der europäischen Kommission vom 09. April 2014 betrifft das folgende Stoffe:
  • Isopropylparaben
  • Isobutylparaben
  • Phenylparaben
  • Benzylparaben
  • Pentylparaben
Propyl- und Butylparaben wurden in ihren zulässigen Konzentrationen eingeschränkt (0,4% bei einzelner Verwendung und 0,8% bei der Verwendung zusammen mit anderen Estern).
Das BfR (Bundesamt für Risikobewertung) empfiehlt wegen unzureichender Daten bzgl. der Aufnahme über die Haut für diese beiden Parabene sogar nur eine Verwendung von maximal 0,19% .
Methyl- und Ethylparaben gelten lt. BfR in einer Konzentration von bis zu 0,4% als sicher für alle Bevölkerungsgruppen.
Lt. EU-Verordnung vom 18. September 2014  dürfen Propylparaben und Butylparaben in abspülenden Produkten, die für den Windelbereich von Babys und Kleinkindern unter 3 Jahren verwendet werden, nicht mehr eingesetzt werden.

Gibt es Alternativen?

Viele Hersteller bewerben Ihre Produkte mittlerweile mit dem Hinweis „ohne Parabene“. Doch hier warnt das BfR: möglicherweise werden die Parabene durch Konservierungsstoffe ersetzt, die ein hohes allergenes Potential besitzen.

Zertifizierte Natur- und Biokosmetik enthält grundsätzlich keine Parabene, somit sind natürlich auch alle mysalifree-Produkte frei von Parabenen. Ganz ohne Konservierungsstoffe geht es aber auch bei uns nicht, denn niemand möchte verunreinigte Produkte haben. mysalifree verwendet milde Konservierungsstoffe wie z.B. Kaliumsorbat oder Natriumbenzoat. Diese gelten als gut verträglich, können aber wie alle Konservierungsstoffe in seltenen Fällen zu Reaktionen führen.

Zum Abschluß möchten wir euch noch auf einen Media-Beitrag von Marktcheck (SWR) aufmerksam machen, der genau dieses Thema behandelt  http://www.swr.de/marktcheck/parabene-in-hautpflegeprodukten/-/id=100834/did=15466612/nid=100834/auyss2/index.html

Quellenangaben:
http://bmg.gv.at/home/Schwerpunkte/VerbraucherInnengesundheit/Kosmetische_Mittel/Endokrin_aktive_Substanzen_in_Kosmetika
http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/chemie/130723_bund_chemie_kosmetik_check_studie.pdf
http://www.bfr.bund.de/cm/343/verwendung_von_parabenen_in_kosmetischen_mitteln.pdf



Wie sind eure Gedanken zu diesem Thema? Wir freuen uns über Rückmeldungen dazu.




Dienstag, 2. Juni 2015

bedenkliche Mineralöle in der Kosmetik

Mineralöle werden in der Kosmetik häufig verwendet, denn sie sind kostengünstig und besitzen eine gute Haltbarkeit. Der Nachteil von Mineralölen (im Gegensatz zu pflanzlichen Ölen) besteht jedoch darin, daß sie einen Film über die Haut legen und die Haut dadurch nicht mehr atmen kann.
In diesem Video der YouTuberin animated science wird die Problematik sehr gut verdeutlicht. Ein Kommentar zum Video: die Pflanzenöle von mysalifree sind eben nicht allergen (wir vermeiden ja ätherische Öle) - wir arbeiten mit Getreideölen.

Ein weitaus größerer Nachteil von Mineralölen ist erst vor einigen Tagen bekannt geworden: Untersuchungen der Stiftung Warentest haben ergeben, dass Kosmetika wie z.B. Lippenpflegeprodukte oder auch Vaseline unerwartet hoch mit kritischen Stoffen aus Mineralöl belastet sind (hier zum Video von Stiftung Warentest).

In ihrer Pressemitteilung vom 26.05.2015 berichtet die Stiftung Warentest von einem besorgniserregenden Ergebnis: alle 25 ausgewählten Kosmetika wie Allzweckcremes, Babypflegeprodukte, Körperöle, Vaselinen, Hairstyling- und Lippenpflegeprodukte sind mit kritischen Substanzen belastet.

Bei den problematischen Stoffen handelt es sich um Gemische von Kohlenwasserstoffen. Als bedenklich werden hier vor allem die aromatischen Kohlenwasserstoffe -kurz MOAH (mineral oil aromatic hydrocarbons)- genannt. Diese können potentiell krebserregende Substanzen und erbgutverändernde Komponenten enthalten.

Stiftung Warentest berichtet auch von einer Schweizer Studie: bei stillenden Frauen, die Brustsalben oder Vaseline auf Brust und Brustwarzen cremten, wurde ein schneller, deutlicher Anstieg des Mineralölgehalts in der Muttermilch festgestellt. Die Schlussfolgerung liegt nahe, dass die Mineralöle über die Haut aufgenommen wurden.

Die Anbieter der getesteten Produkte (z.B. Beiersdorf, Henkel, Unilever und weitere) verweisen darauf, dass ihre Rohstoffe dem europäischen Arzneimittelbuch entsprechen. Laut Stiftung Warentest aber ist die Reinheitsprüfung mittels der vorgegebenen Methode (UV-Spektroskopie) für den Nachweis von MOAH nicht geeignet.

Stiftung Warentest ist der Meinung, dass eine mittel- oder langfristige Gesundheitsgefahr nicht auszuschließen ist. Sie rät deshalb davon ab, mineralölhaltige Lippenprodukte zu verwenden.

Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat verschiedene Kosmetika untersucht und berichtet von bis zu 5% MOAH-Gehalt. Da es jedoch umfangreiche Datenlücken z.B. bezüglich der Mineralölaufnahme über die Haut gibt, sind gesundheitliche Risiken lt. BfR nach derzeitigem Stand als eher unwahrscheinlich einzustufen. Dennoch verweist das BfR in seiner Stellungnahme vom 26.05.2015 darauf, dass bestimmte Anteile des MOAHs krebserregende Substanzen enthalten können. Es weist darauf hin, dass die „methodischen Besonderheiten in der Testung“ und Datenlücken zur Hautpenetration (Eindringen von Wirkstoffen) zu Unsicherheiten und Bedenken führen. Aus Sicht des BfR sollte auf eine Minimierung von MOAH-Gehalten in Endprodukten hingewirkt werden und betont, dass die Bewertung aufgrund der Datenlücken nur vorläufig besteht.

Wie erkenne ich Mineralöle in kosmetischen oder pflegenden Produkten?
Mineralöle sind unter folgenden Namen auf der INCI-Liste von Produkten zu finden:
  • Cera Microcristallina (Microcristallina Wax)
  • Ceresin
  • Mineral Oil
  • Ozokerite
  • Paraffin
  • Paraffinum Liquidum
  • Petrolatum
  • Vaseline  
Quellen: 
https://www.test.de/Mineraloele-in-Kosmetika-Kritische-Stoffe-in-Cremes-Lippenpflegeprodukten-und-Vaseline-4853357-0/
http://www.bfr.bund.de/cm/343/mineraloele-in-kosmetika-gesundheitliche-risiken-sind-nicht-zu-erwarten.pdf

Alle mysalifree-Produkte sind frei von mineralölhaltigen Inhaltsstoffen, auch unser Lippenpflegestift.

Was ist eure Meinung zu den Untersuchungsergebnissen der Stiftung Warentest? Welche Auswirkungen hat das auf euer Verbraucherverhalten?

Mittwoch, 29. April 2015

Unser Anliegen ist euer Interesse!

Seit 4 Monaten gibt es unseren mysalifree-Blog. Wir freuen uns sehr über die Aufmerksamkeit, die ihr als Leser unserem Blog schenkt und möchten heute darüber schreiben, was eigentlich unser Anliegen ist, worauf es uns ankommt.

Natürlich wäre es gelogen, wenn wir nicht auch nennen würden, dass wir unsere zertifizierte Biokosmetik verkaufen möchten. Das aber aus voller Überzeugung zu unseren Produkten! Wir möchten mit unserer Pflegelinie einen Beitrag zu gesunder, wertvoller Hautpflege leisten - nicht zuletzt deshalb, weil wir z.T. selbst unter irritierter und allergischer Haut leiden. Toxikologische Institute und Mediziner beklagen eine ständige Zunahme an Patienten, die durch den Gebrauch von Kosmetika und Duftstoffen gesundheitlichen Schaden nehmen. Hautgesundheit wird also zunehmend zu einem gesundheitspolitischen Thema.

verträgliche und zertifizierte Biokosmetik von mysalifree
Es gibt immer wieder aktuelle Beiträge im Netz zu diskutierten Inhaltsstoffen wie Parabene, Silikone, Duftstoffen usw. Mittlerweile gibt es einige Leser, die das als „Hype“ empfinden oder sich einfach daran stören, daß Produkte nur noch auf vermeintlich „gesunde“ Inhaltsstoffe reduziert werden. Es gibt aber auch Leser (und Kunden von uns), die sich freuen endlich Produkte gefunden zu haben, die verträglich sind und mit ihren ganz individuellen gesundheitlichen Hautproblemen konform gehen. So muß man immer auch darauf schauen, wie die Bedürfnisse des Einzelnen aussehen und kann nicht alles über einen Kamm scheren.

Mit unseren besonders verträglichen und zertifizierten Produkten sprechen wir nicht die breite Masse an sondern eher die Verbraucher, die unter Hautproblemen leiden oder bestimmte Stoffe meiden müssen und bisher einfach keine verträgliche Pflege gefunden haben.
Es ist uns aber auch ein Anliegen, gesunde Verbraucher über Hautgesundheit aufzuklären und mehr Bewußtsein für den Umgang mit Hautpflege zu schaffen, denn wer kennt schon die langfristigen Folgen von Inhaltsstoffen, die in Diskussion stehen? Warum nicht z.B. einen Stoff, vor dem der österreichische Gesundheitsminister warnt durch einen unbedenklichen, natürlichen und verträglichen Stoff ersetzen?

Im Lebensmittelbereich findet schon seit einigen Jahren Aufklärung statt, viele Menschen haben ihre Ernährung umgestellt oder ihr Einkaufsverhalten geändert. Für den Einen ist die vegane Lebensweise der richtige Weg, für den Anderen z.B. eine LowCarb-Ernährung oder Paleo. Immer größer wird auch der Anteil derer, die sich glutenfrei ernähren müssen.
Bei der Kosmetik/Hautpflege sind viele Verbraucher noch sehr unbedarft und bedenkenlos. Dabei ist die Haut unser größtes Organ und Kosmetika können direkt in den Körper gelangen. So ist es uns einfach ein Bedürfnis, Bewußtsein zum Thema Inhaltsstoffe zu wecken.

Wir vertreten Produkte die
  • möglichst frei von allergenen Stoffen sind wie Duftstoffe, Salicylate, ätherische Öle usw.,
  • frei von diskutierten Stoffen sind wie Aluminium, Parabene, Silikone, PEG&PPG usw.,
  • nach höchstem Standard biozertifiziert sind.

So findet ihr hier eine kleine Auswahl unserer bisherigen Beiträge zu folgenden Themen:
Salicylate
glutenfreie Kosmetik
Konservierungsstoffe
Biozertifizierung
Duftstoffe
Reiskeimöl
Silikone

Es gibt Inhaltsstoffe, die zwar bedenkenlos sind, für uns aber aufgrund der strengen Vorgaben der Biozertifizierung trotzdem nicht in Frage kommen. So gibt es z.B. kein Bio-Hyaluron. Früher wurde Hyaluron aus Hahnenkämmen hergestellt. Inzwischen wird es durch bakterielle Fermention gewonnen. Es gibt auch eine Gewinnung aus Zitterpilzen, aber die sind nicht aus kontrolliert biologischem Anbau erhältlich und somit für uns tabu.

Wir hoffen, daß dieser Beitrag euch unseren Standpunkt etwas näher gebracht hat und freuen uns wieder auf eure Kommentare und Meinungen dazu :-)




Donnerstag, 16. April 2015

Lippenstift & Co: was wir dabei mit-"essen"

Gastbeitrag von Martina Bernburg, Face& Hair Art, Berlin


Martina Bernburg
Martina hätte die Welt gern ein bisschen schöner und bunter. Zum Make-up kam sie über die Malerei, ihre Begeisterung für gotische Kathedralen, Renaissance-Kirchen und barocke Schlösser erklärt vermutlich ihr Faible für historische Frisuren  und Vintage-Stylings. Sie lebt in Berlin und arbeitet als freiberuflicher Make-up Artist. Aus einer ganz privaten Liebe zur Naturkosmetik wurde im Laufe der Zeit auch ein großes berufliches Thema, das sie mit der Ausbildung zur Naturkosmetik-Beraterin nun professionalisiert hat. 
Mehr unter www.martinabernburg.de

Martina hat sich freundlicherweise bereit erklärt, unseren Blog hin und wieder mit ihren Beiträgen zu bereichern – ganz lieben Dank dafür an sie!

Guten Appetit!

Lippenstift: Eines der am meisten verwendeten Produkte der dekorativen Kosmetik. Wenn man dann noch (farblose und getönte) Lippenpflegen und Lipglosse dazu zählt, sicherlich das populärste Produkt im Kosmetikbereich überhaupt. Selbst wenn Frauen ansonsten keine Make-up Produkte benutzen, einen – oder viele -Lippen(pflege)stift/e haben fast alle!

Zeitschriften rechnen immer mal wieder gern aus, wie viele Kilo Lippenpflege eine Frau im Laufe ihres Lebens wohl „isst“. Versehentlich natürlich. Denn – unabhängig vom Ergebnis – kommen Produkte, die wir an unseren Lippen oder in ihrer Nähe benutzen, auch in den Mund. Ein Grund mehr, sich Gedanken zu machen, was wir da eigentlich so fröhlich verspeisen.

Lippenpflegen und Lippenstifte aus dem konventionellen Bereich haben als Basis meist Paraffine (d. h. Mineralöle). Diese legen einen nicht wasserlöslichen Film auf die Lippen, der sich erstmal gut anfühlt, aber keinerlei Pflegeeigenschaften besitzt, sondern den Lippen die natürliche Feuchtigkeit entzieht und sie austrocknet. Daher kommt übrigens auch der immer wieder gehörte Mythos, dass Lippenpflege süchtig macht.

Zudem sind in konventionellen Produkten häufig problematische Farbpigmente (z. B. umstrittene halogenorganische Pigmente wie Tartrazin (CI 19140), das Juckreiz und Hautausschläge auslösen kann), überflüssige UV-Filter, allergisierende - und ebenfalls überflüssige - synthetische Duftstoffe und allerlei Befremdliches mehr enthalten. 2013 führte die amerikanische Universität von Kalifornien, Berkeley (UCB) eine Studie durch, die ergab, dass Lippenstifte häufig gesundheitsgefährdende Mengen an Metallen wie Aluminium, Cadmium, Blei, Titan sowie anderen Toxinen enthalten. Besonders hoch war die Konzentration an Titan und Aluminium.

Martina Bernburg at work
Uff! Das ist ja nicht so toll! Gibt’s noch was anderes? Klar. In echter Naturkosmetik sind alle o. g. Stoffe verboten und es wird auf Inhaltsstoffe wie beispielsweise Candelillawachs, Carnaubawachs, Kakaobutter, Mandelöl, Arganöl, Sheabutter, Reiskeimöl, Olivenöl, Bienenwachs (in nicht-veganen Produkten) und ähnliches gesetzt. Als Duftstoffe dienen meist ätherische Öle. Klingt viel appetitlicher, oder?


zum mysalifree Lippenbalsam


Zum Weiterlesen:

Ökotest Jahrbuch für 2015 https://shop.oekotest.de/cgi/best.cgi?co=jab&heftnr=J1410&ak=si

Sa Liu, S. Katharine Hammond and Ann Rojas-Cheatham "Concentrations and Potential Health Risks of Metals in Lip Products" Environ Health Perspect; DOI:10.1289/ehp.1205518 (Konzentrationen und potentielle Gesundheitsrisiken von Metallen in Lippen-Produkten)


Autorin: Martina Bernburg
Quellennachweis für Foto: © by Yvonne Fischer/ideazione

Freitag, 10. April 2015

Silikone in der Kosmetik-trügerischer Inhaltsstoff

welche Inhaltsstoffe sind bedenklich?
Silikone sind versiegelnde Kunststoffe, die aus den Rückständen der Erdöldestillation gewonnen werden. In der Kosmetik werden sie statt hochwertiger Inhaltsstoffe (Öle) eingesetzt: sie haben die Eigenschaft, einen geschmeidigen Film über die Haut zu legen. Dabei entsteht ein angenehmes Hautgefühl.

Das Problem ist, daß der Film, der sich über der Haut bildet, vergleichbar ist mit einer Plastikfolie: die natürliche Funktion wird stark behindert, die Haut kann nicht mehr richtig atmen, pflegende Inhaltsstoffe (z.B. Vitamine) können nicht aufgenommen werden. Langfristig stören die Silikone z.B. das körpereigene Feuchtigkeitssystem so sehr, daß die Haut immer trockener wird. Diesen Effekt kennt man z.B. von der Lippenbalsam-Sucht: die Poren verstopfen, die Haut wird immer trockener, man braucht immer mehr Lippenbalsam. So haben Silikone zwar nach dem ersten Eincremen gefühlt einen positiven Effekt, langfristig jedoch können sie Poren verstopfen, Akne verursachen und die Hautatmung beeinträchtigen.

Silikone sind billig und einfach einsetzbar, sodaß sie in der Kosmetikindustrie eine breite Verwendung finden. In Shampoos sorgen Silikone für Geschmeidigkeit und Glanz, aber auch für "Schwere" und fehlendes Volumen. Langfristig kann dies auch zu schnellerem Fetten des Haars führen, denn es wird nichts „repariert“ sondern nur kaschiert - Silikone haben keinerlei pflegende Eigenschaften.

Wir empfehlen, Silikone konsequent als Inhaltsstoff in Kosmetik- und Pflegeprodukten zu vermeiden. Man erkennt Silikone an den Endungen „-cone“ oder „-xane“. Beispiele sind „Dimethicone“, „Methicone“, „Polysiloxane“ oder auch „Cyclomethicone“. Je weiter vorn diese Inhaltsstoffe bei den INCI-Angaben gelistet sind, desto höher ist deren Konzentration. Selbstverständlich sind alle mysalifree-Produkte frei von Silikonen.




Wie sind eure Beobachtungen? Stellt ihr einen Zusammenhang fest zwischen der Verwendung silikonhaltiger Produkte und den hier beschriebenen Problemen? Oder spornt euch dieser Artikel an, diese Problematik mal genauer unter die Lupe zu nehmen?


Quellenangaben:
http://www.codecheck.info/news/Silikon-in-Kosmetika-41056
http://www.dermaviduals.de
http://de.wikipedia.org/wiki/Silikone

Donnerstag, 19. März 2015

Duftstoffe: zweithäufigstes Kontaktallergen!

Im deutschsprachigen Raum sind Duftstoffe nach Nickelsulfat das häufigste Kontaktallergen. Eine Duftstoffallergie wird in aller Regel dadurch ausgelöst, daß die Haut mit einem Stoff in Berührung kommt, auf den man allergisch ist. Ca. 10 % der Bevölkerung reagieren auf Duftstoffe mit Juckreiz, Hautausschlägen oder anderen gesundheitlichen Problemen, wie z.B. Heuschnupfen.

Für den Konsumenten ist es praktisch unmöglich, Produkte auf Duftstoffe zu überprüfen, denn von 3500 chemischen Aromastoffen sind nur 26 deklarationspflichtig, wenn sie in einer Konzentration von mehr als 0,001% (leave on) bzw. 0,01% (rinse off) enthalten sind. Außerdem können unter der Angabe „Aroma“, „Duftstoff“, „Parfum“ oder „Fragrance“ auf dem Etikett bis zu 300 Einzelstoffe enthalten sein!

Duftstoffallergien nehmen immer mehr zu

Lt. IVDK (Informationsverbund dermatologischer Kliniken) gelten Eichenmoos (Evernia Prunastri Extract), Baummoos (Evernia Furfuracea Extract ), Isoeugenol und Cinnamal (Zimtaldehyd) als stärkste Allergene unter den Duftstoffen. 
In natürlichen Düften (ätherischen Ölen) führen Vanille, Zimt, Zedernholzöl, Nelken und Geranien häufig zu Beschwerden bei Allergikern.



5 Tipps zum Umgang mit einer Duftstoffallergie

  • Hochwertige Pflege und Kosmetik (auch Putz-, Waschmittel etc.) ohne Duftstoffe verwenden
  • Parfums nicht auf die Haut auftragen, sondern lieber den Duft ins Haar sprühen. Man sollte darauf achten, daß beim Aufsprühen nicht versehentlich etwas auf dem Gesicht, Hals, Ohren oder Kopfhaut landet.
  • Alternativ: das Parfum auf die Kleidung (Kragenrand, Schal, Tücher usw.) aufsprühen. Doch Vorsicht, hier kann es zu Fleckenbildung kommen!
  • Auf Rundum-Beduftung durch Duftbäumchen, Raumsprays, Duftlampen, beduftete Taschentücher, Toilettenpapier, Textilien, usw. verzichten
  • Beim Putzen Schutzhandschuhe tragen

Einen interessanten Artikel zu einem Parfum- und Duftstoffverbot am Arbeitsplatz in den USA fanden wir auf dem Blog von Pure Nature.
Einen weiteren hilfreichen Beitrag haben wir auf der Seite von Shenja gefunden, die in einem Videobericht hilfreiche Tipps zum Erkennen von Duftstoffen gibt.

Leidet ihr auch unter einer Duftstoffallergie? Wie sind eure Erfahrungen? Habt ihr noch weitere Tipps oder Ergänzungen? Wir freuen uns auf eure Kommentare :-)





Quellenangaben:
http://www.ivdk.org/de/
http://www.umweltberatung.at/duefte-die-unter-die-haut-gehen

Freitag, 20. Februar 2015

Kosmetik ohne Konservierungsstoffe? Gibt es nicht!

Cremes bieten gute Lebensbedingungen für Bakterien
Jede Creme besteht in ihrer Grundlage aus einer Mischung von Wasser und Fett. Bakterien ernähren sich von Fetten und Proteinen, brauchen aber einen wässrigen Träger und einen leicht sauren ph-Wert zum Überleben. Eine Creme im sauren Bereich (ph 5-5,5) mit Fettstoffen und Proteinen bietet Bakterien und Pilzen somit einen idealen Lebensraum! Diese kleinen Lebewesen kommen überall vor: in der Luft, auf Gegenständen, auf unserer Haut usw. Solange ihre Anzahl nicht überhand nimmt, sind die meisten von ihnen harmlos. Unter guten Lebensbedingungen jedoch können sie sich mit rasanter Geschwindigkeit vermehren, so daß ein Produkt ohne Konservierungsmittel innerhalb weniger Tage einer hohen Keimbelastung ausgesetzt sein kann.

Ein Glas Wasser, das bei Raumtemperatur eine Woche lang im Bad steht, beginnt Schlieren zu bilden und seltsam zu riechen. Dieses Wasser würde man wohl weder trinken noch sich ins Gesicht schmieren-genau so würde aber eine unkonservierte Creme nach einer Woche aussehen! Konservierungsstoffe in Kosmetika sind also wichtig, um zu verhindern, daß die Produkte verderben und die Gesundheit der Verbraucher gefährden.

Trotzdem werben viele Kosmetikhersteller mit der Aussage „ohne Konservierungsstoffe“- wie kann das sein?

Nun, es gibt klassische (billige) Konservierungsmittel, wie z.B. die in Diskussion stehenden Parabene, die in herkömmlicher Kosmetik häufig eingesetzt werden. Manche Hersteller loben Ihre Produkte z.B. mit Eigenschaften wie „parabenfrei“ aus. Diese Produkte enthalten dann zwar keine Parabene, dafür aber andere Konservierungsstoffe, die nicht als solche deklariert werden müssen. Es gibt nämlich auch Inhaltsstoffe (z.B. Emulgatoren, Alkohole, Duftstoffe, ätherische Öle), die in erster Linie einen anderen Zweck erfüllen, jedoch auch desinfizierende Eigenschaften besitzen. Setzt man als Hersteller solche Stoffe in einer Creme ein, kann man auf deklarierte Konservierungsmittel verzichten und sein Produkt mit dem Vermerk „ohne Konservierungsstoffe“ bezeichnen.

Auch mysalifree verwendet Konservierungsmittel, denn lt. ÖLMB (Österreichisches Lebensmittelbuch, A8, 6. Biokosmetika) ist der Einsatz von Konservierungsmitteln aus Gründen des Verbraucherschutzes und der Produktsicherheit unbedingt notwendig.

mysalifree nutzt milde Konservierungsmittel wie Kaliumsorbat und Natriumbenzoat. Kaliumsorbat gilt als gut verträglich und unbedenklich. Natriumbezoat ist nur im sauren Bereich gegen Hefe und Schimmelpilze wirksam. Beide Stoffe sind für zertifizierte Naturkosmetik zugelassen, können aber in seltenen Fällen, wie alle konservierenden Substanzen, Hautirritationen oder Allergien auslösen.

Die gesamte mysalifree-Palette wurde an freiwilligen Probanden getestet - bei allen 8 Produkten wurde eine 100%ige Verträglichkeit durch Derma Consult/Berlin bestätigt.

mysalifree Cremes und das Pflegeöl werden in sogenannte „Airless-Spender“ abgefüllt. Der Vorteil dieser Spender: durch das Vakuumsystem kommt kein Sauerstoff mit der Creme in Berührung, es können keine Mikroorganismen eindringen – daher sind sie hygienisch, hautfreundlich (spart Konservierer), sparsam (97% Entleerung) und praktisch (einfache Dosierung).



Wie denkt ihr darüber? Habt ihr euch bisher in eurem Kaufverhalten beeinflussen lassen von der Aussage "ohne Konservierungsstoffe"?  Wie sind eure Erfahrungen?