Donnerstag, 17. September 2015

Wir haben Farben satt!

Die Farben, die heute in Kosmetika und Pflegeprodukten verwenden werden, sind entweder organischen, mineralischen oder synthetischen Ursprungs. Man unterscheidet zwischen Farbstoffen und Pigmenten. Farbstoffe sind im verwendeten Material löslich, Pigmente nicht. Beide werden in der Kosmetik nach dem Colour-Index benannt, z.B. C.I. 76000 für Anilin. Bei Lebensmitteln werden Farbmittel mit einem „E“ gekennzeichnet, z.B. E 104 für Chinolingelb.

ORGANISCHE FARBEN

Als pflanzlichen Farbstoff kennt jeder Henna. Auch Curcumin dürfte bekannt sein: es stammt aus der Gelbwurz und liefert gelben Farbstoff, der z.B. zum Färben von Puder verwendet wird.
Tierische Farbstoffe sind z.B. Sepia vom Tintenfisch oder Karmin, das leuchtende Rot, das in Lippenstiften Verwendung findet. Es wird gewonnen, indem weibliche Schildläuse getrocknet und unter Zusatz von Schwefelsäure ausgekocht werden. Nichts für Veganer!

MINERALISCHE FARBEN

Bekannt ist hier z.B. Tonerde, aber auch verschiedene Oxide (Eisen-, Titan-, Zink- oder Chromoxide) liefern Mineralfarben.

SYNTHETISCHE FARBEN

Zu den häufig verwendeten synthetischen Farbstoffen gehören die Azofarbstoffe. Sie bieten eine große Fülle an Farbtönen, sind witterungsbeständig und lichtecht, haben hohe Leuchtkraft und sind in der Herstellung günstig. Jedoch stehen Azofarben in Verdacht, ein krebserregendes Potential zu besitzen. Ursache dafür sind die Ausgangsstoffe, die sogenannten Amine (oft Anilin). Anilin steht in Verdacht, Krebs zu verursachen und das Erbgut zu schädigen, wie das BfR (Bundesamt für Risikobewertung) in seiner Stellungnahme vom 14. Januar 2008 u.a. schreibt.
Azofarben können auch Hautallergien auslösen, vor allem bei Menschen mit einer Überempfindlichkeit gegen Salicylsäure und ihre Abkömmlinge.

Als Verbraucher ist es schwierig, Farbstoffe in Kosmetika zu beurteilen. Die Herkunft ist nicht ersichtlich, wenn einfach nur eine Zahl auf dem Produkt angegeben ist. Alternativen bietet hier Natur- und Biokosmetik, denn dort sind synthetische Farben verboten. Es werden nur mineralische oder auch organische Farben verwendet, die jedoch auch tierischen Ursprungs sein können.
Alle mysalifree-Produkte sind aufgrund ihres allergischen Potentials konsequent frei von Farbstoffen. Wir vermeiden daneben auch andere allergene Inhaltsstoffe wie Salicylate, ätherische Öle, Duftstoffe, Lanolin, Vaseline oder Wollwachs und bedenkliche INCI.





Quellen:
http://www.bernd-leitenberger.de/zusatzstoffe-farbstoffe.shtml
http://www.vegane-inspiration.com/Farbstoffe.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Karmin
http://www.steine-und-minerale.de/artikel.php?f=5&topic=5&ID=36&titel=Kosmetik%20aus%20Mineralen
http://www.hauttatsachen.de/farben/
http://www.beauty-cosmetic.info/kosmetik-und-ihre-inhaltsstoffe-teil-5/
www.bhbrand.de/downloads/farbstoffscriptrainer.pdf
https://de.wikipedia.org/wiki/Azofarbstoff
http://www.beautynella.de/lifestyle/bedenkliche-inhaltsstoffe-kosmetika-azofarbstoffe/
http://www.bfr.bund.de/cm/206/bfr_empfiehlt_den_farbstoff_red_2_g_nicht_mehr_in_kosmetika_zu_verwenden.pdf
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Lebensmittelzusatzstoffe
http://www.kosmetik-check.de/risiko_de.php
http://www.zusatzstoffe-online.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Pigment

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